13-Tonnen-Skulptur

17 Jahre Arbeit: Berliner baut Trabi aus Stein

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Der Trabi des Berliner Steinmetz Carlo Wloch.

Berlin - Unglaubliche 17 Jahre, 6.000 Arbeitsstunden und 13 Tonnen Sandstein hat ein Berliner auf den Nachbau eines Trabis verwendet. Pünktlich zum 25. Jahrestag der Wiedervereinigung ist er fertig.

Sandstein, nicht Phenoplast: Der Berliner Steinmetz Carlo Wloch (66) hat einen Trabi aus Stein geschaffen. 17 Jahre arbeitete er an der 13-Tonnen-Skulptur, die nun zum 25. Jahrestag des Mauerfalls fertig wurde. 6000 Stunden habe er in das Kunstwerk gesteckt, sagt Wloch - neben der Arbeit in seinem Grabsteingeschäft und der Arbeit als Steinmetz am neuen Berliner Schloss. Seine Nachbarn begrüßten ihn nicht mehr mit „Guten Tag“, sondern mit „Wie geht's dem Trabi?“.

In den ersten Jahren hätten regelmäßig Auszubildende geholfen, aber den Feinschliff habe er allein gemacht. „Ich dachte nicht, dass ich den Trabi noch fertig bekomme“, sagt Wloch. Noch steht das Auto in Wlochs Werkstatt in Pankow, die er extra um den Sandsteinklotz aufgebaut hat. Für einen Transport müsste eine Spezialfirma das Kunstwerk senkrecht herausheben und an den neuen Standort bringen.

Kaufangebote gebe es genug, sagt Wloch. Das beste bislang sei von einem Industriellen gekommen, der das Steinauto in seinen Garten habe stellen wollen. Aber das kommt für den Steinmetz nicht infrage: „Mein sehnlichster Wunsch ist, dass viele Menschen den Trabi sehen können.“ Deshalb werde er ihn wahrscheinlich an einen Galeristen verkaufen. „Am liebsten würde ich den Trabi mitten in Berlin sehen.“

dpa

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