Deutscher Astronaut

Alexander Gerst: Raumfahrt dient Verbesserung des Lebens

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Gerst berichtet von seiner wissenschaftlichen Arbeit auf der ISS. Foto: Oliver Berg

Köln - Astronaut Alexander Gerst hat die Bedeutung der Internationalen Raumstation ISS für das alltägliche Leben vieler Menschen auf der Erde herausgestellt.

Die Experimente im Weltall dienten dem Zweck, "das Leben auf der Erde zu verbessern", sagte Gerst am Mittwoch bei einer Konferenz im Europäischen Astronautenzentrum in Köln.

So hätten frühere Versuche zum Beispiel zur Entwicklung neuer Medikamente gegen die Knochenkrankheit Osteoporose beitragen können. Er selbst habe Versuche ausgeführt, deren Ergebnisse Berufstätigen im Schichtdienst zugute kommen könnten. Dies sei nur ein Beispiel von vielen. Der schwedische Arzt und Forscher Lars Karlsson sagte, die bemannte Raumfahrt sei aus medizinischer Sicht so wichtig, weil für viele Experimente Menschen im Zustand der Schwerelosigkeit benötigt würden.

Alexander Gerst sagte, die meisten Daten, die er bei seinen Experimenten im vergangenen halben Jahr gesammelt habe, müssten noch ausgewertet werden. "Ich bin gespannt, was da rauskommt." Gerst war in der vergangenen Woche von der ISS auf die Erde zurückgekehrt.

Der Astronaut Reinhold Ewald, der die Konferenz moderierte, wies darauf hin, dass die Zusammenarbeit westlicher Länder mit Russland in der Raumfahrt nach wie vor hervorragend sei. Er erinnerte daran, dass die ISS aus diesem Grund vor wenigen Wochen sogar den Preis des Westfälischen Friedens zum Gedenken an das Ende des Dreißigjährigen Krieges erhalten hatte. Jan Wörner, der Chef des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt (DLR), sagte: "Unsere Tätigkeit im Weltall steht über den nationalen Konflikte auf der Erde."

dpa

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