Zuchtanlage in Thüringen

Behörde lässt Schweine in Zuchtbetrieb töten

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Schweine in einem Mastbetrieb (Archivbild).

Erfurt - Dramatische Zustände haben Polizei und Veterinärämter bei der Durchsuchung einer Schweine-Zuchtanlage in Thüringen vorgefunden. Die Behörden ordneten eine Tötung an.

Das Landeskriminalamt teilte am Montag mit, Tierärzte hätten elf schwer verletzte Sauen töten müssen, um sie von ihren Schmerzen zu erlösen. Die zuständige Behörde habe die Tötung infolge der seit Donnerstag laufenden Durchsuchungen im „Gut Thiemendorf“ bei Eisenberg veranlasst.

Zudem seien 24 Tierkadaver beschlagnahmt worden, die außerhalb der Ställe lagerten. Anlass für den zweitägigen Einsatz mit bis zu 60 Beamten waren Anzeigen gegen Verantwortliche der Firma. Es wurden auch Akten und Computerdateien sichergestellt. Bis Montagabend lag keine Stellungnahme des Betriebes, in dem etwa 10.000 Schweine untergebracht sind, vor. Bereits im Dezember 2013 hatte der Zweckverband für Veterinär- und Lebensmittelüberwachung (ZVL) die Behörden eingeschaltet. Hintergrund waren heimlich aufgenommene Bilder, die eine Tierschutzorganisation veröffentlicht hatte.

Details zu den Verstößen gegen das Tierschutzgesetz wollte das LKA mit Verweis auf die laufenden Ermittlungen nicht nennen. Diese seien sehr umfangreich und könnten „geraume Zeit“ in Anspruch nehmen.

Auch das bayerische Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit (LGL), das zuständige niedersächsische Landesamt sowie Kriminalbeamte aus Sachsen-Anhalt waren beteiligt.

dpa

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