Fiese Gewinnspiel-Masche

Betrüger bringen 270.000 Opfer um 66 Millionen Euro

Krefeld - Mit angeblichen Gewinnspielen soll eine Betrügerbande bundesweit 270.000 Opfer um insgesamt 66 Millionen Euro gebracht haben.

Ein 37-jähriger Düsseldorfer stehe als mutmaßlicher Kopf der Bande von diesem Donnerstag an vor dem Landgericht im niederrheinischen Krefeld, teilten Polizei und Staatsanwaltschaft am Mittwoch mit.

Über Callcenter in Krefeld seien telefonisch Abonnements für Gewinneintragungsdienste und Lottotippgemeinschaften verkauft worden. Den Opfern sei vorgegaukelt worden, sie würden im Falle einer Teilnahme monatlich an mindestens 200 Gewinnspielen mit lukrativen Gewinnmöglichkeiten teilnehmen. Dadurch hätten sie die Aussicht auf Reisen, Häuser oder Autos. Tatsächlich hätten die zahlenden Opfer an keinem Gewinnspiel teilgenommen. Es seien auch keine Gewinne ausgeschüttet worden.

Um der fast 50-köpfigen Bande das Handwerk zu legen, sei jahrelang ermittelt worden, so die Staatsanwaltschaft. Die Bande habe ihre Aktivitäten, die strafrechtliche Verantwortung und die Geldflüsse hinter einem komplizierten internationalen Firmengeflecht verborgen.

dpa

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