Irre Entdeckung

Gute Nacht! Bienen schlafen ähnlich wie Menschen

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Legen sich Bienen zum Schlafen, lassen sie manchmal ihre Beinchen baumeln.

Würzburg - Wie schlafen eigentlich Bienen? Dieser Frage sind Forscher der Uni Würzburg nachgegangen. Die Wissenschaftler machten erstaunliche Entdeckungen - und fanden Parallelen zu Menschen.

Bienen schlafen nach Berufsgruppen getrennt. Dabei schlummern junge "Innendienstler" länger als die Sammlerinnen im Außendienst, wie Forscher der Universität Würzburg in der neuen Ausgabe des Wissenschaftsjournals PLOS ONE berichten. Wie sie weiter herausfanden, ähnelt der Bienenschlaf ansonsten dem der Menschen: Die fleißigen Insekten haben unterschiedlich tiefe Schlafphasen - und Schlafentzug führt auch bei ihnen zu einer Verschlechterung der Lern- und Kommunikationsfähigkeit.

Nach Angaben der Wissenschaftler schlafen die für die Brutpflege zuständigen Jungbienen mehrmals tagsüber sowie in der Nacht in einer leeren Wabenzelle, die meist im Brutbereich liegt. Werden die Bienen dann älter und wechseln in den "Außendienst", verschieben sie ihre Schlafphasen allmählich in die Nacht und schlafen insgesamt weniger. Dazu suchen sie einen ungestörten Platz am Wabenrand und bleiben dort mit hängenden Fühlern sitzen oder sie klemmen Kopf und Hinterleib zwischen zwei Waben und lassen Beinchen und Fühler ganz entspannt baumeln.

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Wie bei Menschen ist auch bei Bienen die biologische Funktion des Schlafes noch unklar. Gerätselt wird, ob sich der Organismus im Schlaf regeneriert, ob Energie gespart werden soll oder ob das Gehirn im Schlaf wichtige von unwichtigen Informationen trennt.

AFP

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