Wegen heftiger Unwetter

Auf Buga-Gelände: Herabstürzender Ast erschlägt Mann

Rathenow - Sommer-Gewitter mit tragischem Ende: Ein bei starkem Sturm herabgestürzter Ast erschlägt einen Mann auf der Bundesgartenschau in Rathenow. Die Schau ist dort seitdem für Besucher gesperrt.

Ein 49 Jahre alter Mann ist auf der Bundesgartenschau in Brandenburg bei einem Unwetter von einem herabfallenden Ast erschlagen worden. Das Gelände in Rathenow ist seit dem Unglück am frühen Samstagabend gesperrt. Die Staatsanwaltschaft Potsdam hat die Ermittlungen aufgenommen. „Spuren wurden gesichert“, sagte der Sprecher der Polizeidirektion West, Heiko Schmidt. Mit einer Wiedereröffnung der Schau in Rathenow werde voraussichtlich in einer Woche gerechnet, sagte Buga-Sprecherin Amanda Hasenfusz am Sonntag. Die Aufräumarbeiten dauerten noch Tage.

Der Unfall ereignete sich gegen 17.50 Uhr. Viele Besucher wollten zu einem Konzert des deutschen Musikers Andreas Bourani auf dem Buga-Gelände. Wegen des Unwetters wurde der Auftritt aber abgesagt.

Bei starkem Sturm, Regen und Hagel brach laut Polizei plötzlich in etwa zehn Meter Höhe ein etwa 25 Zentimeter Ast ab. Der aus dem Landkreis Havelland stammende Mann wurde darunter begraben. Seine Ehefrau alarmierte Wachschutzleute. Erst Feuerwehrleuten gelang es, den Ast anzuheben und das Opfer zu befreien. Der Notarzt konnte nur noch dessen Tod feststellen. Die Frau kam mit einem Schock ins Krankenhaus.

Auf dem Buga-Gelände seien in den nächsten Tagen massive Unwetterschäden an dem zum Teil alten Baumbestand zu beseitigen, sagte Sprecherin Hasenfusz. Umgefallene und beschädigte Bäume müssten entfernt werden. Schwere Technik werde dafür eingesetzt. Auch Tische, Stühle und Schirme müssten ersetzt werden. Die blühenden Flächen überstanden den Sturm dagegen nahezu ohne Schäden.

Die Bundesgartenschau 2015 findet erstmals in zwei Ländern statt. Der Fluss Havel verbindet Brandenburg/Havel, Rathenow, Premnitz und Stölln in Brandenburg sowie Havelberg in Sachsen-Anhalt.

dpa

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