50.000 Euro futsch

Falscher ThyssenKrupp-Chef ergaunert Schmiergeld

Moers - Um sich einen lukrativen Job zu sichern, schmierte ein Essener Unternehmer den Chef des Konzerns ThyssenKrupp - dachte er. Doch der Mann stellte sich als Betrüger heraus.

Für einen Auftritt als ThyssenKrupp-Chef ist ein vorbestrafter Betrüger in Moers zu einem Jahr und drei Monaten Haft auf Bewährung verurteilt worden. Das Landgericht Kleve sprach den 58-Jährigen am Donnerstag wegen Beihilfe zum Betrug schuldig. Er hatte sich als Konzernchef Heinrich Hiesinger ausgegeben, einen Essener Abriss-Unternehmer hinters Licht geführt und ihn um mindestens 50.000 Euro erleichtert.

Der betrogene Essener Unternehmer soll dem vermeintlichen Konzernchef die Summe in einem Motel in Moers als Schmiergeld überreicht haben, um im Gegenzug von ThyssenKrupp einen Großauftrag über 3,8 Millionen Euro für den Abriss eines Kühlturms in Duisburg zu erhalten. Wegen des Coups verurteilte das Gericht den Drahtzieher der Inszenierung, einen 35-jährigen Betriebswirt und ehemaligen Unternehmensberater, wegen Betruges zu drei Jahren und drei Monaten Haft.

Zwei weitere Komplizen erhielten als Helfer drei Jahre, sowie zwei Jahre und drei Monate Haft. Sie waren in dem Motel als Projektentwickler und Leibwächter aufgetreten.

dpa

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