Schwarzfahrer-Suchhund und Drachen

Geht Uli Hoeneß zum VfB? Die besten Aprilscherze

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Uli Hoeneß als Mitarbeiter beim VfB? das war nur eine von vielen kuriosen Ideen, die am 1. April durch die Medien ging.

Berlin - Uli Hoeneß zum VfB? Blaue Hummeln, Pizza-Bringdienst per Drohne und eine Bergschuhpflicht im Allgäu? Am 1. April blüht wieder der Flachs. Eine Auswahl enttarnter Scherze.

Scherzkekse haben zum 1. April wieder reihenweise ihrer Kreativität bemüht, um Kunden, Konkurrenten und Kameraden aufs Glatteis zu führen. Eine Auswahl:

HOENESS ZUM VFB: Arbeitet Uli Hoeneß bald für den VfB Stuttgart? Das wollte der baden-württembergische Landtagsabgeordnete Reinhard Löffler (CDU) von der Landesregierung wissen. Hintergrund: Finanzminister Nils Schmid (SPD) habe verkündet, Hoeneß' Verurteilung als Steuerhinterzieher sei sein Verdienst. Als Ausgleich dafür solle der frühere Bayern-Manager in die JVA Stuttgart-Stammheim verlegt werden und, wegen der Schwere der Schuld, beim tabellenletzten VfB aushelfen.

PIZZAKOPTER: Pizza aus Deutschland gibt es in der Schweiz derzeit nur nach einer Überprüfung durch den Zoll. Doch die Industrie- und Handelskammer Hochrhein-Bodensee hat eine Lösung: Lieferdienste könnten ihre Ware jetzt per „Pizzakopter“ verschicken - einem Gerät, das einer Paketdrohne ähnele. Lediglich die Klapp-Pizza Calzone dürfe nicht ausgeflogen werden, weil der Zoll den Belag nicht sehen kann.

AFFEN-BAND: Eine Gruppe von sechs Äffchen werde die Besucher der Berliner Zoos und Tierparks bald mit Klavier und Trompete belustigen, teilte der Förderverein des Tierparks mit. Im Repertoire stünden Lieder wie „Die Berliner Luft“ oder „Unter den Linden“. Die größte Herausforderung sei dabei nicht der Unterricht gewesen, sondern die Gewöhnung der Affen-Arten aneinander.

DRACHEN: Die britische Wissenschaftszeitschrift „Nature“ berichtete, dass es Drachen tatsächlich gab und dass sie aufgrund mehrerer Faktoren wie dem Klimawandel wieder auftauchen könnten. Besonders im Mittelalter seien Drachen häufig anzutreffen gewesen - schließlich habe es mit den Rittern viel Nahrung gegeben.

ZEITUMSTELLUNG: Gerade erst wurden die Uhren auf die Sommerzeit eingestellt, da fordern die Grünen in Thüringen die nächste Zeitreform. Anstatt 60 Minuten nach jedem Halbjahr sollten lieber jeden Monat 10 Minuten vor- bzw. zurückgestellt werden. Das sei schonender für den persönlichen Lebensrhythmus und stärke die Monate in ihrer Individualität.

SCHWARZFAHRER: Im Kasseler Nahverkehr geht künftig ein Hund auf die Suche nach Schwarzfahrern. Diensthund Aron von der Brackwarte sei eigens für die Aufgabe ausgebildet worden, teilte die Verkehrsgesellschaft KVG mit. Mit seinem „extremen Such- und Finderwillen“ sei Aron bestens für die Kontrollen geeignet.

DAMM NACH DÄNEMARK: Vielen Urlaubern, die mit dem Auto nach Sylt wollen, hätte das sicher gefallen: Ein Damm zur Insel Rømø sollte eine direkte Verbindung nach Dänemark ermöglichen, teilte die dänische Tourismus-Agentur mit. Bis 2022 könne der Damm stehen - inklusive integrierter Austernzucht. Die Nutzung der zweispurigen Fahrbahn sollte allerdings kostenpflichtig sein.

BLITZER IM WALD: Die Deutsche Wildtier Stiftung kündigte an, auf ihrem Gut in Mecklenburg-Vorpommern Geschwindigkeitskontrollen einzuführen. Störungen durch Spaziergänger, Radfahrer oder Hunde würden dann dank einer Direktleitung zur Polizei sofort zur Anzeige gebracht. Ziel des Scherzes: Waldbesucher sollen rücksichtsvoller mit brütenden Vögeln sowie jungen Hasen und Rehen umgehen.

GLETSCHERHUMMEL: Eine biologische Sensation meldete der Naturschutzbund NABU Niedersachsen. Wegen des Kälteeinbruchs sei die bläulich gefärbte Gletscherhummel auf dem Weg nach Norddeutschland. Hummelfreunde, die dem Tier helfen wollten, sollten im Garten oder auf dem Balkon eine Eiswürfeltränke aufbauen.

EU-KOMMISSION: Die belgische Zeitung „Le Soir“ berichtete, dass die EU-Kommission die Müllabfuhr in der Hauptstadt Brüssel übernehmen werde. Behördenchef Jean-Claude Juncker habe einen Wutanfall bekommen, als er erfuhr, dass die Müllsäcke künftig nicht mehr zwei Mal, sondern nur noch ein Mal die Woche abgeholt werden sollen.

LUCKE NACH ATHEN: Selbstironisch zeigte sich die AfD. Bernd Lucke sei zu Gesprächen mit dem griechischen Finanzminister Gianis Varoufakis nach Athen gereist, hieß es. Ziel des Besuchs: Die Untersuchung einer Euro-Parallelwährung, der „Neuen Drachme“.

MERKEL: Die Kanzlerin akzeptierte derweil alle Forderungen Athens zur Lösung der Finanzkrise - das berichtete der griechische Radiosender „Skai“. Merkel habe zudem angekündigt, ein Untersuchungsausschuss im Bundestag solle prüfen, warum ihr Vorgänger Gerhard Schröder dem Beitritt Griechenlands in die Eurozone zugestimmt hatte.

SMARTKNIFE: Ein Messer mit integriertem Touchscreen stellte Samsung vor: das Smartknife für den modernen Koch von heute. Mit dem „Blade edge“ könne man nicht nur präzise schneiden, sondern sein Essen auch gleich fotografieren, warb das Unternehmen. Und dank eines Fingersensors seien Schnittwunden praktisch unmöglich.

KUUGEL: Endlich gibt es eine deutsche Alternative zu Google, teilte das Bonusprogramm Payback mit. Auf „Kuugel“ bringe jede Suche den Nutzern Punkte ein, mit denen sie beim Einkauf sparen könnten. Die Marketingabteilung hat sich sicher kuugelig gelacht.

TRAINERWECHSEL: Fußball-Zweitligist FC St. Pauli stellte einen neuen Trainer vor - ausgerechnet Thorsten Fink, der 2013 beim ungeliebten Stadtrivalen Hamburger SV entlassen worden war. „Thorsten ist unser absoluter Wunschkandidat“, ließ sich Clubchef Oke Göttlich zitieren.

IKEA: In den Möbelhäusern der schwedischen Einrichtungskette sollen die Kunden nun auch einfach mal entspannen können. Im Matratzenstudio werde mittags das Licht gedimmt, damit die potenziellen Käufer sich eine Runde aufs Ohr hauen können, hieß es. Nach einer Pause sei immerhin auch die Kaufbereitschaft höher.

BERGSCHUHE: „A brocherner Knechel halt“ - die Retter der Bergwacht im Allgäu kennen das Problem: Ständig knicken unbedarfte Touristen beim Wandern um. Damit das nicht mehr passiert, gelte künftig eine Bergschuhpflicht, berichtete die „Allgäuer Zeitung“.

SEILBAHN IN BERLIN: Eine neue Touristenattraktion für die Hauptstadt wollte das Skiportal Snowplaza ausfindig gemacht haben. Vom Jahr 2016 an solle eine Seilbahn das Brandenburger Tor mit dem Fernsehturm am Alexanderplatz verbinden. Der Name der Bahn: Über den Linden.

FEDERAL DAY: Aber auch die Berliner selbst nahmen sich auf die Schippe. Die S-Bahn übersetzte ihr Streckennetz ins Englische. Vom Federal Day (Reichstag) über den High Customs Officer Square (Hohernzollernplatz) könnten Fahrgäste demnach bis zum Pretty Mountain (Schöneberg) reisen.

dpa

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