Technischer Defekt

Notlandung: Zweiter Germanwings-Zwischenfall in zwei Tagen

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Am Samstag musste eine Germanwings-Maschine wegen eines technischen Defekts in Stuttgart notlanden.

Stuttgart - Der Germanwings-Flug 4U 814 musste am Karsamstag in Stuttgart notlanden. Schuld war offenbar ein technischer Defekt. Bei der Maschine handelte es sich auch dieses Mal um einen Airbus.

ine Warnung über Ölverlust hat einen Airbus 319 der Fluggesellschaft Germanwings zur außerplanmäßigen Landung am Stuttgarter Flughafen gezwungen. Verletzt wurde niemand, wie der Geschäftsführer des Airports, Georg Fundel, am Samstag mitteilte. Die 123 Passagieren und 5 Crew-Mitglieder des Flugs 4U 814 hätten das Flugzeug auf normalem Wege verlassen, teilte Germanwings mit. Die Maschine war von Köln/Bonn in Richtung Venedig unterwegs.

Nach der Warnung im Cockpit wurde laut Germanwings aus Sicherheitsgründen ein Triebwerk abgeschaltet und eine „Ausweichlandung“ vorgenommen. „Es handelt sich hierbei um eine Standard-Sicherheitsprozedur. Die Landung war keine Notlandung“, hieß es in einer Mitteilung.

Flughafen-Chef: Der Pilot hat einen Notalarm abgesetzt

„Es war eine Notlandung“, sagte dagegen Fundel. Der Pilot habe einen Notalarm abgesetzt. Dieser löse sofort einen Großalarm am Flughafen aus, was höchste Sicherheitsstufe bedeute. „In solchen Fällen müssen sich alle anderen Flugzeuge hinten anstellen, weil die betroffene Maschine Vorfahrt hat“, sagte Fundel. Der Airbus wird nun von Technikern untersucht. Die Passagiere können mit einem Ersatzflugzeug nach Venedig weiterbefördert werden oder zurück nach Köln.

Im Luftverkehr wird zwischen Sicherheits- und Notlandungen unterschieden. Bei einer Notlandung ist das Leben der Insassen in Gefahr. Der Pilot hat dann in der Regel keine andere Wahl, als möglichst schnell aufzusetzen. Grund hierfür kann zum Beispiel Feuer an Bord sein oder ein massives technisches Problem wie der Ausfall des Hydrauliksystems.

Bei einer Sicherheitslandung entscheidet der Pilot, frühzeitig zu landen, um einen möglichen Defekt zu prüfen oder einen drohenden Schaden am Flugzeug zu vermeiden. Er könnte sich aber auch entschließen, seinen Flug fortzusetzen.

Vorfall auch bei Germanwings-Flug am Karfreitag

Erst am Karfreitag war eine Germanwings-Maschine außerplanmäßig in Venedig gelandet. Der Flug mit der Nummer 4U3882 sollte eigentlich von Hannover nach Rom fliegen. Nach Angaben der Fluggesellschaft wurden jedoch eine Flugbegleiterin und eine Passagierin plötzlich krank. Der Pilot entschloss sich deshalb, in Venedig zu landen. Wie die britische "Daily Mail" online berichtet, sagte ein Passagier der italienischen Zeitung "Il Messaggero", dass die Dame im Sitz hinter ihm unter Flugangst litt und von Medizinern begleitet wurde. Alles sei normal verlaufen, bis das Flugzeug nach der Überquerung der Alpen plötzlich tiefer ging und schließlich in Venedig landete. Erst als die Maschine am Boden gewesen sei, habe der Pilot die Passagiere über die Gründe für die außerplanmäßige Landung informiert.

Germanwings hat zu dem Vorfall folgendes Statement abgegeben: "Germanwings hatte heute Nachmittag (3.4.15) auf dem Flug 4U 3882 zwischen Hannover und Rom/Fiumincino eine Ausweichlandung nach Venedig. Grund dafür war, dass sich ein Passagier und ein Flugbegleiter wegen akuter Übelkeit in medizinische Behandlung begeben haben. An Bord waren 145 Passagere und fünf Crewmitglieder. Eine Ersatzmaschine aus Hamburg wird die Passagiere nach Rom bringen, da aufgrund des fehlenden Crewmitgliedes eine Weiterführung des Fluges 4U 3882 nicht möglich ist." Nach Informationen der "Daily Mail" erreichten die Passagiere Rom mit einer rund fünfstündigen Verspätung.

Vor noch nicht einmal zwei Wochen ist eine Germanwings-Maschine in den französischen Alpen abgestürzt. Alle Insassen kamen ums Leben. Nach derzeitigem Ermittlungsstand hat der Co-Pilot den Absturz bewusst herbeigeführt. Alle News und Hintergründe zum Unglück lesen Sie in unserem Ticker.

dpa

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