Mit Kalaschnikow trainiert

Haft für "deutschen Taliban" gefordert

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Die Bundesanwaltschaft hat knapp drei Jahre Haft für einen mutmaßlichen „deutschen Taliban“ gefordert.

Düsseldorf - Prozess in Düsseldorf: Die Bundesanwaltschaft hat knapp drei Jahre Haft für einen mutmaßlichen „deutschen Taliban“ gefordert.

Josef D. sei Mitglied der terroristischen „Deutsche Taliban Mudschahedin“ (DTM) gewesen, die den Dschihad auch nach Deutschland tragen wollte, sagte ein Vertreter der Bundesanwaltschaft am Montag vor dem Oberlandesgericht in Düsseldorf und beantragte zwei Jahre und zehn Monate Gefängnis. Der 31-Jährige aus dem westfälischen Lünen sei zwar psychisch krank, zur Tatzeit aber zurechnungsfähig gewesen, wenn auch vermutlich vermindert. Seine Verteidiger beantragten am Montag hingegen einen Freispruch: Die DTM-Mitgliedschaft ihres Mandanten sei nicht erwiesen und die Gruppe auch keine Terrorvereinigung. Mit einem Urteil ist in einer Woche zu rechnen.

Josef D. soll Mitte Juni 2009 ins afghanisch-pakistanische Grenzgebiet gereist sein. Er hatte gestanden, mit einer Kalaschnikow trainiert zu haben. Wegen einer Durchfallerkrankung habe er aber nicht an Angriffen auf westliche oder afghanische Truppen teilnehmen können. Die DTM waren im Mai 2010 zerfallen. Die Gruppe soll aus bis zu zwölf aus Deutschland stammenden islamistischen Kämpfern bestanden haben.

dpa

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