Horror-Fund

Frauen-Leiche mit abgetrennten Gliedern in Leipzig geborgen

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Polizisten sichern am 22.04.2016 in Leipzig (Sachsen) unter einer Brücke des Elsterbeckens die Spuren.

Leipzig - Ein schrecklicher Fund gibt der Polizei Rätsel auf: In einem Gewässer in Leipzig lagen Körperteile einer Frau. Wie kam sie ums Leben?

Grausiger Fund: Ein Spaziergänger hat am Donnerstag in Leipzig eine zerstückelte Frauenleiche entdeckt. Torso und Kopf der Toten trieben im Wasser des Elsterbeckens. Polizeitaucher suchten am Freitag im schmutzig-trüben Wasser des künstlichen Flusslaufes nach weiteren Körperteilen. Der Fundort der Leiche war weiträumig abgesperrt, niemand sollte in die Nähe gelangen.

Leipzigs Polizeipräsident Bernd Merbitz verschaffte sich vor Ort einen Eindruck von den Sucharbeiten. Nach Angaben des Sprechers der Staatsanwaltschaft, Ricardo Schulz, wurden die bisherigen Funde in die Rechtsmedizin im Leipziger Universitätsklinikum gebracht.

„Zunächst müssen alle Daten zur Identitätsklärung erfasst werden“, sagte er. Dazu gehöre auch ein DNA-Abgleich. Zudem würden alle vorliegenden Vermisstenfälle intensiv geprüft. Schulz erklärte, mit Blick auf das Opfer und dessen Angehörige solle von „unwürdigen Zählereien von gefundenen Leichenteilen“ Abstand genommen werden.

Noch unklar ist, wie die Frau ums Leben gekommen ist. Derzeit können laut Schulz weder eine Straftat noch ein Unglücksfall vollkommen ausgeschlossen werden. „Wir ermitteln in alle Richtungen.“ Wie lange lag der Körper der Toten im Wasser und wie es zur Abtrennung der Gliedmaßen gekommen? Zudem steht die Frage im Raum, ob die Körperteile angeschwemmt oder am Fundort abgelegt wurden.

Der Leichenfund erinnert an einen aufsehenerregenden Fall aus dem Jahr 2011. Auch damals wurden Leichenteile im Elsterbecken entdeckt. Die Spuren führten schließlich zu einem 24-Jährigen, der gestand, einen 23 Jahre alten Bekannten ermordet und zerstückelt zu haben. Der Kopf des Toten blieb verschwunden. Der 24-Jährige wurde zu 14 Jahren Haft verurteilt und seine Einweisung in die Psychiatrie angeordnet.

dpa

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