Frühsommer im April dank Hoch "Padma"

+
Auch am Donnerstag sorgt das Hoch noch für warmes Wetter. Foto: Andreas Gebert

Frankfurt am Main - Der Sommer gibt ein Intermezzo: 27,5 Grad - so warm war es mancherorts am Mittwoch, für dieses Jahr bislang der Spitzenwert. Allerdings ist die nächste Kaltfront mit Regen schon unterwegs.

Hoch „Padma“ hat Deutschland am Mittwoch den bislang wärmsten Tag in diesem Jahr beschert - mit Temperaturen bis über 27 Grad. Als Spitzenreiter machte der Deutsche Wetterdienst (DWD) nach eigenen Angaben das rheinland-pfälzische Bad Kreuznach und das baden-württembergische Waghäusel mit jeweils 27,5 Grad aus. „Fast überall in Deutschland ist die 20-Grad-Grenze geknackt worden“, sagte Christa Sturm vom DWD in Offenbach. „Nur die Berge, die Küste und die Inseln haben es nicht geschafft.“ Auch für Donnerstag prophezeite der DWD einen sommerlichen Tag mitten im April. Doch dann komme wieder eine Kaltfront mit Regen.

Ebenfalls mehr als 27 Grad schafften am Mittwoch: Bad Dürkheim, 27,2 Grad (Rheinland-Pfalz), Lahr und Rheinau (beides in Baden-Württemberg) und Worms (Rheinland-Pfalz) - jeweils 27,1 Grad. Meteorologen sprechen bei Höchsttemperaturen ab 25 Grad von einem Sommertag.

Zuvor war der bislang wärmste Tag des Jahres der vergangene Freitag gewesen: Hoch „Ostra“ hatte mehreren Orten mehr als 24 Grad gebracht, etwa Bad Neuenahr und Bad Kreuznach in Rheinland-Pfalz.

Der schnelle Wechsel zwischen sommerlich warm bis kühl ist typisch für den April. Der heißeste 15. April in Deutschland wurde nach DWD-Aufzeichnungen im Jahr 2007 gemessen: 29,6 Grad waren es damals in Duisburg. Der kälteste 15. April wurde 1973 mit minus 9,1 Grad im bayerischen Oberstdorf registriert.

Was der warme Frühling noch so bringt:

STRÄNDE: Am Meer, etwa an der Ostsee in Lübeck-Travemünde, genossen Menschen den Sonnenschein. Von den 1000 Strandkörben dort sind zwar erst um die 100 aufgebaut, wie Doris Schütz, Pressesprecherin von Lübeck und Travemünde Marketing, sagte. Die seien aber schon gut nachgefragt. Offizielles Anbaden sei erst am 9. Mai.

POLLEN: Birkenpollenallergiker können 2015 nach einem heftigen Vorjahr mit schwächeren Symptomen rechnen. Dieses Jahr werde eine geringere Konzentration von Birkenpollen erwartet, sagen Experten der Stiftung Deutscher Polleninformationsdienst (PID) in Berlin. 2014 sei ein sogenanntes Mastjahr bei Birken gewesen, danach nehme die Pollenkonzentration meist ab. Laut Prognose haben etwa Gräser- und Beifuß-Allergiker bis Mitte September mit Pollenflug zu rechnen. Bei der Birke könnte es vielerorts Ende Mai oder Mitte Juni vorbei sein.

WALDBRANDGEFAHR: Kaum ist es wärmer, weist der sogenannte Waldbrandgefahrenindex für einzelne Regionen, etwa Oberbayern, eine hohe Waldbrandgefahr der Stufen 4 und 5 aus. Besonders gefährdet sind Wälder auf sandigen Böden mit geringem Bewuchs, sonnige Waldlichtungen und Waldränder. Behörden mahnten, in Wäldern kein offenes Feuer anzuzünden oder glimmende Sachen wegzuwerfen.

AUSFLUGSDAMPFER: In diesen Tagen beginnt vielerorts die Ausflugsdampfer-Saison, etwa auf der Oder bei Frankfurt und Slubice Ende April. Das polnische Fahrgastschiff „Zefir“ startet am 20. April in Slubice zu Fahrten auf dem Grenzfluss. Bei der einzigen Oderfähre zwischen Deutschland und Polen hieß es bereits „Leinen los!“. Der Schaufelraddampfer „Bez Granic“ zwischen Güstebieser Loose im Oderbruch und Gozdowice nahm nach Ostern den Verkehr auf.

Mehr zum Thema

Kommentare