Polizei verhindert Ausreise

Mutmaßliche Salafisten: Pässe beschlagnahmt

Bremen - Die Bremer Polizei hat die Reisepässe von sieben mutmaßlichen Salafisten beschlagnahmt. Damit will sie deren Ausreise ins vom Bürgerkrieg zerrüttete Syrien verhindern.

Die Bremer Polizei hat am Dienstag bei Hausdurchsuchungen die Reisepässe von sieben mutmaßlichen Salafisten beschlagnahmt und ihnen ein Ausreiseverbot erteilt. Es habe Erkenntnisse gegeben, wonach die Männer wegen einer zunehmenden Radikalisierung möglicherweise demnächst nach Syrien reisen wollten, teilte ein Senatssprecher mit. „Wir werden alles dafür tun, dass selbst ernannte Gotteskrieger nicht von hier aus nach Syrien ausreisen und dort an Gewaltverbrechen teilnehmen“, erklärte Innensenator Ulrich Mäurer (SPD).

Die Sicherheitsbehörden hätten die Aktivitäten dieser Leute und ihrer Gesinnungsgenossen genau im Blick. Die Polizei habe bei den Hausdurchsuchungen Gas- und Schreckschusspistolen, einen Elektroschocker sowie Handys und Computer sichergestellt. Vier der Männer haben den Angaben zufolge die türkische Staatsangehörigkeit, zwei die türkische und deutsche, ein Mann ist Deutscher. Salafisten gelten als besonders radikale Islamisten. Deutsche Sicherheitskreise gehen davon aus, dass bereits mindestens 300 Islamisten aus Deutschland in Richtung Syrien gereist sind.

dpa

Rubriklistenbild: © dpa (Symbolfoto)

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