Es ging um Geld

Lübecker Todesschütze lag mit Ehepaar im Streit

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Der Tatort in Lübeck (Bild vom 2.07.).

Lübeck - Einen Tag nach den tödlichen Schüssen auf ein Ehepaar in Lübeck scheint das Motiv des Täters gefunden, der sich selbst gerichtet hat: Er hatte offenbar Geldsorgen.

Einen Tag nach dem tödlichen Beziehungsdrama in Lübeck haben die Ermittler erste Hinweise auf ein mögliches Motiv. Es habe offenbar Streit um Geld zwischen dem 59 Jahre alten Schützen und der getöteten Frau gegeben, teilte die Polizei am Donnerstag mit. Die beiden hatten bis 2010 zusammengelebt.

Der 59-Jährige aus Erfurt hatte laut der Ermittler am Mittwochnachmittag seine 57 Jahre alte ehemalige Lebensgefährtin und ihren 66 Jahre alten Ehemann erschossen. Anschließend tötete sich der 59-Jährige selbst. Das Alter der Frau hatte die Polizei zunächst mit 58 Jahren angegeben.

Am Donnerstag gab die Polizei Einzelheiten zum Tathergang bekannt. Danach hatte der 59-Jährige an der Tür der Doppelhaushälfte im ländlichen Lübecker Vorort Groß Steinrade geklingelt, in der seine ehemalige Partnerin und ihr Ehemann lebten. Als ihm geöffnet wurde, eröffnete er das Feuer auf die Eheleute und tötete sie. Anschließend flüchtete er mit einem weißen Kastenwagen mit Erfurter Kennzeichen. Wenige Stunden später fand die Polizei die Leiche des 59-Jährigen in der Nähe des Tatorts. Eine Schusswaffe lag neben ihm. Insgesamt seien zwei Waffen sichergestellt worden, deren Herkunft noch geklärt werden müsse, sagte ein Polizeisprecher.

Die Bluttat hatte in dem idyllischen Vorort große Bestürzung ausgelöst. Das erschossene Ehepaar sei freundlich und in der Nachbarschaft beliebt gewesen, berichteten Anwohner. Die 57-Jährige sei die zweite Frau des 66-Jährigen gewesen, seine erste Frau sei vor einigen Jahren gestorben.

Am Donnerstag sollten die Leichen obduziert werden. Die Ergebnisse lagen am Nachmittag noch nicht vor. Die Ermittler sind sich aber sicher, dass der Mann aus Thüringen der Todesschütze war. Es gebe keine Hinweise auf weitere Tatbeteiligte, sagte der Polizeisprecher.

dpa

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