Tugce-Prozess: Gericht verwirft Haftbeschwerde

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Ein Urteil im Prozess um Tugces Tod wird im Juni erwartet.

Frankfurt/Darmstadt - Der Angeklagte im Prozess um den gewaltsamen Tod der Studentin Tugce bleibt in Untersuchungshaft. Das Oberlandesgericht (OLG) Frankfurt verwarf eine Beschwerde des 18-jährigen Sanel M. gegen die Fortdauer seiner U-Haft, wie das Gericht am Mittwoch mitteilte.

Als Gründe dafür nannte das OLG in seinem am 3. Juni gefassten und am Dienstag zugestellten Beschluss den weiter dringenden Tatverdacht und Fluchtgefahr. Weil der Angeklagte in Deutschland massiv bedroht werde, sei zu befürchten, dass er sich ins Ausland absetze. Die bereits Ende März eingereichte Beschwerde sei nach dem OLG-Beschluss zurückgenommen worden.

Im Prozess vor dem Landgericht Darmstadt wird Sanel M. Körperverletzung mit Todesfolge vorgeworfen. Er soll die Studentin im November 2014 vor einem Schnellrestaurant in Offenbach so heftig ins Gesicht geschlagen haben, dass sie stürzte. Tugce schlug hart mit dem Kopf auf und starb später im Krankenhaus. Der Tod der 22-Jährigen hatte große Anteilnahme ausgelöst, weil Tugce zuvor in dem Restaurant zwei Mädchen vor dem Angeklagten beschützt haben soll. Zu diesem Punkt gab es in dem Prozess aber teils widersprüchliche Zeugenaussagen. Das Urteil könnte am 16. Juni gesprochen werden.

dpa

Pressemitteilung OLG

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