News-Ticker zum Nachlesen

SEK-Einsatz in Saarbrücker Lokal - Mann schlafend in Keller entdeckt

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SEK-Kräfte nahe des Restaurants.

Saarbrücken - Ein bei der Polizei bereits als psychisch auffällig bekannter Mann hat am Sonntag in Saarbrücken für einen vierstündigen Großeinsatz gesorgt: der News-Ticker zum Nachlesen.

  • Großeinsatz in Saarbrücken: Ein Mann hatte sich am Sonntag in einem Restaurant verschanzt.
  • Als das SEK in das Lokal kam, fanden sie ihn schlafend im Keller wieder.
  • In ersten Berichten hatte es geheißen, er sei blutüberströmt und bewaffnet.
  • Der Mann gilt als psychisch auffällig und ist polizeibekannt. Er arbeitet selbst in dem Restaurant.

+++ Wir fassen die Geschehnisse für Sie zusammen:Ein psychisch auffälliger Mann hat in Saarbrücken in einem Lokal für einen Großeinsatz gesorgt. Entgegen ursprünglicher Annahmen war der Mann aber weder bewaffnet noch hatte er jemanden bedroht - er sei am Ende des Einsatzes von Spezialkräften schlafend im Keller eines Restaurants in der Innenstadt gefunden worden, sagte ein Polizeisprecher.

Putzkräfte des Restaurants hatten die Polizei verständigt, nachdem der selbst in dem Betrieb arbeitende Mann diese am Sonntag nicht in das Gebäude gelassen hatte, wie der Polizeisprecher sagte. Da es bei dieser Alarmierung Hinweise auf eine mögliche Bewaffnung gegeben habe, sei es zum Großeinsatz mit einem Sondereinsatzkommando und einer mehrstündigen Absperrung in der Saarbrücker Innenstadt gekommen.

Nachdem sie ihn geweckt hatten, brachten Polizisten den wegen einer leichten oberflächlichen Verletzung blutenden Mann in ein Krankenhaus. Dort sollte er auch psychisch begutachtet werden. Der Mann bleibe vorläufig in Gewahrsam, sagte der Polizeisprecher.

+++ Wie die Saarbrücker Polizei der Bild sagte, habe er sich im Lokal verschanzt und seine Frau angerufen, von der er getrennt leb. Er habe wirr geredet.

+++ Also war doch alles ganz anders: Er war unbewaffnet, nur leicht verletzt und es bestand offenbar keine Gefahr. Zeugenaussagen hatten auf etwas anderes hingedeutet.

+++ Der psychisch kranke Mann, der sich in einem Restaurant in Saarbrücken verschanzt hatte, ist von der Polizei überwältigt worden. Spezialkräfte betraten das Gebäude und fanden den polizeibekannten 43-Jährigen schlafend im Keller vor, wie ein Polizeisprecher am Sonntag sagte. Der Mann sei leicht verletzt und unbewaffnet gewesen. Zeugen hatten zuvor berichtet, der blutverschmierte Mann habe eine Waffe. Der 43-Jährige wurde in ein Krankenhaus gebracht. Möglicherweise habe die Tat einen persönlichen Hintergrund gehabt, sagte ein Polizeisprecher. Der Mann habe keine Forderungen gestellt und niemanden bedroht.

+++ Bisher gibt es keine Berichte über eine versuchte oder tatsächlich vollzogene Stürmung durch das SEK.

+++ Der Mann gehört also vermutlich tatsächlich zum Lokal. Weitere Hintergründe und Details zur Lage sind weiterhin unklar.

+++ Laut Spiegel hätten die "rausgeworfenen" Personen (vermutlich Wirt und Angestellte des Lokals) die Angehörigen des Mannes verständigt.

+++ Eine Kontaktaufnahme mit dem Mann gestalte sich schwierig. Möglicherweise habe die Tat einen persönlichen Hintergrund. Nähere Informationen gab die Polizei zunächst nicht bekannt. Sie spricht von einem größeren Einsatz, die Innenstadt ist teilweise gesperrt.

Polizei Saarbrücken geht von keinem politischen Sachverhalt aus

+++ „Nach den ersten Erkenntnissen gehen wir von keinem politischen Sachverhalt aus“, sagte ein Sprecher der Deutschen Presse-Agentur am Sonntag. Der blutbefleckte Mann, der zu dem Restaurant gehöre, habe eine Angestellte hinausgeschickt. „Es scheint so zu sein, dass er alleine drin ist“, erklärte die Polizei weiter.

+++ Man habe Kontakt zu dem Mann, ihn aber noch nicht gesehen, heißt es laut Spiegel von Seiten der Polizei.

+++ Bei Twitter gehen derweil die Diskussionen los. Viele bezweifeln, dass es sich um einen nicht politisch motivierten Einzeltäter handelt. Und werden prompt in die Schranken gewiesen:

+++ Die Kollegen von Bild Saarland berichten per Live-Stream.

+++ Wie die Bild berichtet, sei ein bewaffneter Mann um 9.15 Uhr über die Kupfergasse gerannt und ins eigentlich noch geschlossene Restaurant gerannt. Er habe "Alle raus" gebrüllt. Es handele sich vermutlich um keine politisch motivierte Tat, berichtet die Zeitung unter Berufung auf die Polizei.

+++ So sehe es laut einer Twitter-Nutzerin jetzt vor Ort aus.

+++ Laut SR hätten Beamte versucht, Kontakt zu dem Mann aufzunehmen. Ein SEK sei im Einsatz.

+++ Der WDR zitiert die Polizei: Es handle sich um eine Einzelperson, die sich "nach familiären Streitigkeiten in psychischem Ausnahmezustand befindet"

+++ Auch weitere Medien berichten inzwischen von dem Polizeieinsatz. Weitere Details bleiben aber bisher unklar.

+++ Auch der Saarländische Rundfunk meldet auf Twitter, dass Teile der Innenstadt wegen eines größeren Polizeieinsatzes gesperrt seien.

+++ Weitere Informationen folgen in Kürze.

+++ Wie die Bild berichtet, ist die Innenstadt von Saarbrücken abgeriegelt. Ein blutüberströmter und bewaffneter Mann soll sich dort in einer Gaststätte verschanzt haben. Eine Stürmung soll bevorstehen.

lin mit Material von dpa/AFP

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