Nachbarin hatte Geräusche gehört

Schwangere 18-Jährige erstochen - Haftbefehl erlassen

Salzgitter - Das Opfer ist schwanger, 18 Jahre alt - und wird erstochen. Ein 19-Jähriger, der sich bei der Flucht vom Tatort am Bein verletzte, wird vorläufig festgenommen.

Eine 18-jährige Schwangere ist erstochen worden - jetzt hat das Amtsgericht Salzgitter gegen einen 19-Jährigen Haftbefehl wegen Mordes erlassen. Der junge Mann steht im Verdacht, am Freitagabend die Frau in ihrer Wohnung erstochen zu haben. Der mutmaßliche Täter kam in Untersuchungshaft, teilte die Polizei am Sonntag in Salzgitter mit. Die Staatsanwaltschaft Braunschweig war am Sonntag für weitere Informationen zunächst nicht zu erreichen.

Eine Nachbarin hatte am späten Freitagabend Geräusche aus der Wohnung des Opfers gehört und daraufhin die Polizei gerufen. Die Ermittler trafen der Polizei zufolge den tatverdächtigen 19-Jährigen vor dem Haus an. Er war aus dem Fenster der Wohnung der jungen Schwangeren im ersten Stock des Hauses gesprungen und hatte sich am Bein verletzt. Die Beamten nahmen ihn am Freitagabend vorläufig fest.

Als die Beamten die Eingangstür der Wohnung des Opfers aufbrachen, entdeckten sie die 18-Jährige. Ein Notarzt konnte nur noch den Tod der Frau feststellen.

Anfang des vergangenen Jahres hatte eine tödliche Attacke auf eine 19 Jahre alte Schwangere in Berlin viel Aufsehen erregt. Zwei Männer sollen nach Angaben der Polizei die junge Frau im Januar 2015 in einen einsamen Wald gelockt haben. Die werdende Mutter wurde mit einem Teleskopstock verprügelt und mit Messerstichen schwer verletzt, anschließend mit Benzin übergossen und angezündet. Der Prozess gegen die beiden mutmaßlichen Täter läuft seit Oktober vor dem Landgericht Berlin. Einer der Angeklagten ist der Vater des toten Kindes.

dpa

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