Tipps gegen nervigen Sonnenbrand

Stiftung Warentest: Das sind die besten Sonnencremes

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Ohne lästigen Sonnenbrand den Sommer genießen: Dazu braucht es die richtige Creme. 

Berlin - Egal ob als Spray oder klassische Milch: Sonnencremes verhindern Sonnenbrand und schützen vor Falten und Hautkrebs. Die Stiftung Warentest hat 19 Produkte untersucht - zwei sind dabei durchgefallen.

Sie gehört genauso zum Sommer wie der neue Bikini oder das leckere Eis: Die Sonnencreme. Allein ihr Geruch erinnert an Strand, Urlaub und Entspannung. Vielen mag das ständige Einschmieren mit der klebrigen Milch manchmal lästig sein, aber schließlich schützt die Creme vor Sonnenbrand, Hautalterung und Hautkrebs. In den Geschäften finden sich zahlreiche Sprays und Lotionen in unterschiedlichsten Preiskategorien. Nur: Welche der zahlreichen Angebote und Produkte schützen die Haut am besten? Die Stiftung Warentest hat das überprüft und 19 Sonnenschutzmittel mit den Lichtschutzfaktoren 30 und 50 untersucht.

Das Ergebnis: Die meisten der Produkte schneiden mit der Note "gut" ab. Das gilt zum Beispiel für Markenprodukte wie das Eucerin Sun Spray Transparent. Aber auch etwas billigere Eigenprodukte von Discountern wie Lidl, Penny oder Rewe bekommen im Test die Note "gut".

Diese Sonnencremes sind "mangelhaft"

Zwei Cremes fallen dagegen mit der Note "mangelhaft" durch. Die Eco Sonnenlotion für sensible Haut mit Lichtschutzfaktor 50 erreichte den geforderten UVA-Schutz nicht. Diese Art der UV-Strahlung kann die Hautalterung und Faltenbildung fördern und gemeinsam mit UVB-Strahlen Hautkrebs verursachen. Das Tiroler Nussöl hat den Test ebenfalls nicht bestanden, die Creme fiel beim Konservierungsbelastungstest durch, in dem die Belastbarkeit durch Keime überprüft wird.

LSF 50 - was bedeutet das eigentlich?

Bei der Wahl der richtigen Sonnencreme ist vor allem der Lichtschutzfaktor wichtig. Das was bedeuten die Zahlen auf den Tuben eigentlich? "Der Sonnenschutzfaktor gibt an, um wie viel Mal sich die Eigenschutzzeit der Haut verlängert, wenn sie mit einem Sonnenschutzmittel eingecremt ist", erklärt test-Redakteurin Alina Reichardt. Ein Beispiel: Wenn sich die Haut ungeschützt nach fünf Minuten in der Sonne rötet, könnte eine Creme mit Faktor 30 diese Zeit um das 30-fache verlängern. Das bedeutet, die Haut würde sich erst nach 150 Minuten, also über zwei Stunden Sonnenbaden, röten. Allerdings lässt sich die persönliche Eigenschutzzeit nur schwer bestimmen, daher sollten diese Zeitfenster nicht ausgereizt werden. Stattdessen: Lieber früher eine kurze Schattenpause einlegen.

Richtig eincremen: So funktioniert's

Um sich beim Sonnenbad optimal zu schützen, reicht aber nicht nur der Griff zu einer guten Creme. Wichtig ist auch, sie richtig anzuwenden. Bei einer Körpergröße von 1,80 Meter sollten 40 Milliliter verwendet werden - das sind gut drei Esslöffel an Sonnencreme. Bei Sprays empfehlen Experten, sich zweimal einzusprühen, damit die Haut optimal geschützt ist. Außerdem ist regelmäßiges nachcremen wichtig - auch bei wasserfesten Produkten.

Gerade im Strandurlaub fangen sich viele einen fiesen Sonnenbrand ein. Das liegt daran, dass die UV-Strahlung im Süden intensiver ist als zu Hause. Wer sich an spanischen oder italienischen Stränden sonnt, der sollte daher lieber eine Creme mit höherem Lichtschutzfaktor verwenden.  

Einen besonders hohen Schutz brauchen Kinder, da die UV-Schutzmechanismen ihrer Haut noch nicht vollständig aufgebaut werden. Babys sollten der Sonne überhaupt nicht direkt ausgesetzt werden.

Vorsicht ist auch im Wasser geboten, zum Beispiel beim Schorcheln oder Surfen: Auch einen Meter unter der Wasseroberfläche treffen die UV-Strahlen auf die Haut, wenn auch mit etwas niedriger Intensität.

sr

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