Extremes Wetter weltweit

Sturmtief "Billie" tötet zwei Menschen

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Bei heftigem Sturm war in Goslar ein Baum auf den Wagen eines 22 Jahre alten Mannes gestürzt, der auf dem Weg ins Krankenhaus verstarb.

Berlin - Sturmtief „Billie“ hat zum Wochenende in Teilen Deutschlands gewütet - mit tödlichen Folgen. Auch in anderen Teilen der Welt starben Menschen bei extremem Wetter.

Zahlreiche Bäume stürzen um - mindestens zwei Menschen sterben. In Südostasien löst Starkregen einen mächtigen Erdrutsch aus. In dem Land werden Dutzende Tote befürchtet.

STURM: Zahlreiche Bäume knickten durch den heftigen Sturm ein - mit zum Teil tödlichen Folgen. In Goslar (Niedersachsen) kam Freitagabend ein 22 Jahre alter Autofahrer ums Leben, als ein Baum auf sein Auto stürzte. Der junge Mann starb auf dem Weg in die Klinik. Ebenfalls von einem Baum erschlagen wurde ein 47 Jahre alter Autofahrer in Frankfurt am Main. Der Autofahrer starb noch an der Unfallstelle. Ein zweiter Wagen wurde ebenfalls beschädigt, der Fahrer blieb aber unverletzt.

SCHLAMM: In Indonesien riss ein Erdrutsch mindestens 32 Menschen in den Tod. 76 weitere wurden noch vermisst, wie die Katastrophenschutzbehörde des südostasiatischen Landes mitteilte. Die Erdmassen begruben demnach 105 Häuser und mehrere Autos unter sich. Starker Regen unterbrach die Rettungsarbeiten am Samstagnachmittag (Ortszeit). Soldaten, Polizisten und andere Helfer versuchten mit bloßen Händen, Trümmer und Geröll wegzuräumen.

STARKREGEN: Starke Regenfälle lösten in Südkalifornien eine Schlammlawine aus. Mindestens zehn Häuser wurden so schwer beschädigt, dass sie unbewohnbar sind. Straßen in der Ortschaft Camarillo Springs im Bezirk Ventura waren mit Geröll- und Erdmassen bedeckt und unpassierbar, wie die „Los Angeles Times“ berichtete. Ein Großteil der Anwohner hatte die Gefahrenzone vorsichtshalber vorher verlassen. Die hügelige Region nordwestlich von Los Angeles war in den letzten Jahren von Waldbränden heimgesucht worden. Nach langer Dürre hatten dann heftige Regenfälle die von den Flammen teils kahlgefressene Erde durchweicht.

STROM: Nach Sturmtief „Billie“ waren Zehntausende Menschen im Baltikum ohne Strom. In Lettland fiel nach Angaben des nationalen Energieversorgers am Samstag in rund 38.000 Haushalten die Elektrizität aus, in Litauen in 12.000. Am stärksten betroffen waren die Landesteile nahe der Ostseeküste. Auch in Estland waren Tausende ohne Strom. In allen drei Ländern mussten die Rettungskräfte zu zahlreichen Einsätzen ausrücken, nachdem heftige Windböen Bäume und Strommasten umlegten.

SCHNEE?: Nach Sturmtief „Billie“ brechen in Deutschland etwas ruhigere Zeiten an. Insgesamt werden die nächsten Tage nach Vorhersage der Meteorologen regnerisch und bei Temperaturen deutlich über dem Gefrierpunkt für die Jahreszeit zu warm. Mitte der Woche ziehen nach Angaben des Deutschen Wetterdienstes neue Stürme heran. Schlechte Aussichten für Wintersportler: Am Alpenrand kann es bis zu 10 Grad warm werden, vielerorts kann es bis in die Gipfellagen tauen.

dpa

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