See und Wald mit Spürhunden ab

Fall Drage: Mutter und Tochter weiterhin vermisst

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Die Polizei geht von einem Familiendrama aus.

Buchholz - Die Spur führt zu einem See in der Nähe von Buchholz: Auf der Suche nach der vermissten Frau und ihrer Tochter aus Drage sucht die Polizei das Gewässer und einen Wald ab.

Die Suche nach einer 43 Jahre alten Frau und ihrer Tochter an einem kleinen See bei Buchholz hat noch zu keinem endgültigen Ergebnis geführt. Allerdings stellte die Polizei am Mittwoch mit Hilfe eines Sonarbootes Auffälligkeiten auf dem Seegrund fest. Die Bilder sollen in der Nacht ausgewertet werden. Am Donnerstag sollen Taucher gezielt ausgewählte Stellen genauer unter die Lupe nehmen.

Die Mutter und ihre zwölfjährige Tochter aus dem niedersächsischen Drage werden seit Beginn der Sommerferien in Niedersachsen vor dreieinhalb Wochen vermisst. Die Leiche des Familienvaters wurde am 31. Juli in der Elbe bei Lauenburg gefunden. Hinweise auf Fremdverschulden gab es nicht. Die Polizei geht von einem Familiendrama aus.

Die Suche in den Waldgebieten rund um den kleinen See habe keine Ergebnisse gebracht, sagte Polizeisprecher Jan Krüger. Parallel fuhr das Sonarboot auf dem See auf und ab, um ungewöhnliche Gegenstände auf dem Boden zu orten. An wie vielen Stellen die Taucher noch einmal nachschauen müssen, stand am Mittwochabend noch nicht fest. „Die Bilder sind nicht so deutlich“, sagte Krüger. Die Analyse müsse erst abgewartet werden. Der See ist bis zu fünf Meter tief und 38 000 Quadratmeter groß.

Anders als zunächst in Betracht gezogen wurde der Wasserspiegel nicht abgesenkt. Das habe sich als technisch sehr schwierig herausgestellt, sagte Krüger.

Nach der Ausstrahlung des Falls in der ZDF-Sendung „Aktenzeichen ... XY ungelöst“ in der vergangenen Woche hatte sich eine Zeugin gemeldet, die die Familie an dem See gesehen hatte. Die Frau hatte sich zwar schon zuvor anonym gemeldet, ihre Hinweise waren damals aber laut Krüger zu vage, um sie zu verwerten.

Die Polizei geht davon aus, dass die Zeugin die Familie am Tag des Verschwindens - vermutlich dem 22. Juli - gesehen hat. Die Polizei suchte die Umgebung des Sees in den vergangenen Tagen zunächst mit Suchhunden ab. Dabei wurden Spuren gefunden. Nur die Geruchsspuren des Mannes führen aber wieder vom See weg. Zeugen wollen den 41 Jahre alten Vater einen Tag später, am Morgen des 23. Juli, an der Elbe bei Stove auf der Fahrt in Richtung Drage gesehen haben.

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Polizeimitteilung vom 10. August 2015

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dpa

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