Keine Hinweise auf Gewalt

Studentin Tanja Gräff wohl durch Sturz gestorben

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Mit Zeitungsberichten und Fotos erinnert eine Gedenkstelle an der Hochschule Trier (Rheinland-Pfalz) an die Studentin Tanja Gräff. Knap

Trier - Im Fall der tot aufgefundenen Trierer Studentin Tanja Gräff gibt es bislang keine Hinweise auf ein Gewaltverbrechen.

Die jahrelang vermisste Trierer Studentin Tanja Gräff ist höchstwahrscheinlich durch den Sturz an einem Steilhang ums Leben gekommen. Zu diesem Ergebnis kommt ein am Donnerstag in Trier vorgestelltes Rechtsgutachten. Die Ermittler wollten sich aber nicht festlegen, ob es sich um einen Unfall handelte oder Gräff gestoßen wurde. Das Skelett der zuvor seit 2007 vermissten Gräff war im Mai entdeckt worden.

Es gebe anhand der gefundenen Knochen keine Anhaltspunkte für eine "Gewalteinwirkung von dritter Hand", sagte der Leiter des Instituts für Rechtsmedizin der Universität Mainz, Reinhard Urban, bei der Vorstellung seines Gutachtens. Die Verletzungen passen demnach zu einem Sturz an dem Steilhang, wo die sterblichen Überreste der Studentin entdeckt wurden.

Der Rechtsmediziner wollte nicht ausschließen, dass die Studentin den Hang hinunter gestoßen wurde. Allerdings verwies er im Zusammenhang mit der wahrscheinlichen Absturzstelle daraufhin, dass es dort sehr steil sei. Es sei schwer vorstellbar, dass jemand anders sie hätte stoßen können, ohne dabei selbst abzustürzen.

Der Trierer Oberstaatsanwalt Peter Fritzen ging aufgrund des Gutachtens ebenfalls davon aus, dass die Verletzungen durch den Sturz tödlich gewesen seien. Nicht geklärt sei aber, wann, wie und warum sie zu der Stelle an dem Hang gelangt sowie wie und warum es zu dem Sturz gekommen sei. Es sei noch nicht zu beurteilen, ob es sich um einen Unfall gehandelt habe oder jemand anderes beteiligt gewesen sei. "Nach jetzigem Stand ist beides nicht ausgeschlossen", sagte Fritzen.

Die Ermittler wollen nun zunächst weitere Spuren und Hinweise auswerten, bevor sie eine endgültige Bewertung des Geschehens vornehmen. Die damals 21-jährige Studentin Tanja Gräff war im Juni 2007 nach einem Sommerfest der Fachhochschule Trier verschwunden. Ihre sterblichen Überreste wurden schließlich zufällig im Mai dieses Jahres gefunden, als Arbeiter den Steilhang von Pflanzen frei schnitten.

AFP

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