In 700 Metern Tiefe

Zwei Männer in altem Kali-Schacht verschüttet

Bleicherode - In einem stillgelegtem Kali-Schacht im nordthüringischen Sollstedt sind am Dienstag zwei Männer in 700 Meter Tiefe verschüttet worden. Einer von ihnen, ein Gutachter, kam ums Leben.

Er war zusammen mit dem Geschäftsführer einer Entsorgungsfirma zu einer Inspektion in den in dem 1990er Jahren stillgelegten Kali-Bergwerk unterwegs, sagte ein Sprecher der Polizei in Nordhausen und bestätigte Informationen von MDR Thüringen. Der Geschäftsführer sei ebenfalls von Gestein getroffen und verletzt worden, sagte Umweltminister Jürgen Reinholz (CDU) der Nachrichtenagentur dpa. Der Tote soll Mitte bis Ende 60 Jahre alt sein.

In Nordthüringen gibt es mehrere Anfang der 90er Jahre stillgelegte Kali-Gruben. Es ist der zweite tödliche Unfall in einer Thüringer Kali-Grube innerhalb von neun Monaten.

Am 1. Oktober 2013 waren drei Bergleute in der noch produzierenden Kali-Grube in Unterbreizbach (Wartburgkreis) gestorben. In der zum Düngemittelkonzern K+S AG (Kassel) gehörenden Grube hatte sich Kohlendioxid explosionsartig ausbreitet.

dpa

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