Wetter-Achterbahn in Deutschland

Auf Sturm und Regen folgt Sonnenschein

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Dieser Strommast wurde Opfer des gewaltigen Gewitters über Thüringen.

Schwere Unwetter im Norden und Osten Deutschlands haben verheerende Schäden angerichtet. Noch sind die Temperaturen im Keller, doch schon Ende August soll sich das ändern.

Unwetter haben im Osten Deutschlands und in Niedersachsen zu Überflutungen und erheblichen Schäden geführt. Starke Regenfälle setzten in der Nacht zum Montag eine als Flüchtlingsunterkunft genutzte Sporthalle im niedersächsischen Friedland unter Wasser, wie der Landkreis Göttingen mitteilte. Die rund 200 Asylbewerber wurden vorübergehend in einer benachbarten Schule betreut und sollten anschließend in der Nachbargemeinde untergebracht werden. 

Wegen des Starkregens mussten im Landkreis Göttingen außerdem zahlreiche Keller ausgepumpt und Straßen freigeräumt werden. Viele Straßen waren am Montag zunächst noch gesperrt. Auch die Autobahn A 38 blieb bis zum Montagmorgen wegen der Unwetterfolgen teilweise unpassierbar. Durch den starken Regen waren bei Friedland Teile der Böschung auf die Fahrbahn gerutscht, wie ein Polizeisprecher in Göttingen sagte. 

Auch auf Thüringer Seite, im Eichsfeld, setzte der Regen Straßen und Häuser unter Wasser. Besonders betroffen war die Ortschaft Rustenfelde. Wie die Feuerwehr Heiligenstadt auf Facebook berichtete, kämpften bis in den Montagmorgen hinein rund 140 Einsatzkräfte von Feuerwehr und Katastrophenschutz gegen die Wasser- und Schlammmassen. In dem Ort sind nach Polizeiangaben mehrere Häuser vom Einsturz bedroht. Nahe der Gemeinde wurde am Montagvormittag in einem Bach die Leiche eines Mannes angespült. Dessen Identität und die Umstände seines Todes waren zunächst unklar. 

Im sächsischen Bräunsdorf am Nordrand des Erzgebirges wurden am Sonntagnachmittag bei einem Fußballspiel 26 Menschen durch Blitzeinschläge verletzt, wie ein Polizeisprecher in Chemnitz am Montag sagte. Ein Blitz war während des Spiels in einen Baum, ein weiterer auf dem Spielfeld eingeschlagen. 

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Die Meteorologen sagten unterdessen weitere, zum Teil ergiebige Regenfälle sowie kräftige Gewitter vor allem für den Osten und die Mitte Deutschlands vorausgesagt. Stellenweise, vor allem am Erzgebirge und in Südniedersachsen, muss nach Angaben des Deutschen Wetterdienstes (DWD) bis Dienstagabend mit Regenmengen bis 90 Litern pro Quadratmeter gerechnet werden. Am Donnerstag scheint dann laut Prognose wieder vielerorts die Sonne.

AFP

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