Kreditkartenbetrüger

Vier Millionen weg - Angeklagte schweigen bei Prozessauftakt

Hamburg - Drei Männer und eine Frau sind wegen Millionenbetrugs angeklagt  - und wollen vor Gericht nichts dazu sagen.

Die Staatsanwaltschaft wirft den Angeklagten im Alter von 37 bis 56 Jahren gewerbs- und bandenmäßigen Betrug und Verstoß gegen das Kreditwesengesetz vor. Sie sollen zwischen Mai 2007 und Dezember 2013 rund vier Millionen Euro Einlagen in die eigene Tasche gesteckt haben. Aus einem Hamburger Büro heraus sollen sie Anleger kontaktiert haben. Sie gaben sich als Mitarbeiter eines britischen Finanzdienstleisters aus und brachten die Geschädigten mit hohen Gewinnversprechen dazu, ihnen Geld zu überweisen.

Sein Mandant habe Drohungen erhalten und fürchte bei einer Aussage um seine Gesundheit und die seiner Lebensgefährtin und der zwei Kinder, sagte der Verteidiger eines der Angeklagten. Er wolle eine „wichtige Erklärung“ deshalb nur unter Ausschluss der Öffentlichkeit verlesen, was die Kammer jedoch ablehnte. Stattdessen wurden von Ermittlern aufgezeichnete Telefonate abspielen. Unter anderem war ein Gespräch eines Angeklagten mit einem potenziellen Anleger zu hören, der nicht unter Druck gesetzt werden sollte, um ihn nicht zu verschrecken. Ein Urteil wird nicht vor dem 22. Dezember erwartet.

dpa

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