Zehn Tote, mehr als 80 Verletzte

Zugunglück in Bayern: Menschliches Versagen soll Ursache sein

Bad Aibling - Bei dem schweren Zugunglück bei Bad Aibling in Oberbayern sind Dienstagmorgen mehrere Menschen getötet und rund 80 verletzt worden. Angeblich soll menschliches Versagen schuld an der Katastrophe sein.

Die wichtigsten Informationen im Überblick

  • Am frühen Dienstagmorgen um kurz vor sieben Uhr sind zwei Meridian-Züge frontal auf der eingleisigen Strecke zwischen Kolbermoor und Bad Aibling zusammen gestoßen.
  • Es gibt mehrere Tote und offenbar mehr als 80 Verletzte, davon 18 schwer.
  • Die Bahnstrecke zwischen Holzkirchen und Kolbermoor ist auf unbestimmte Zeit gesperrt.
  • Nach ersten Ermittlungen ist menschliches Versagen schuld an der Katastrophe.
  • Der Meridian hat eine Notrufnummer für Angehörige eingerichtet: 0395 - 43084390. Es gibt auch ein polizeiliches Bürger-/Hinweistelefon von Rosenheim: 08031 - 2003180.

+++ AKTUALISIEREN +++

23.01 Uhr: Am Abend haben in Bad Aibling Angehörige, Bekannte, Retter, Helfer und Trauernde der Opfer des Zugunglücks gedacht. Etwa 200 Menschen kamen in die Stadtpfarrkirche Maria Himmelfahrt.

22.28 Uhr: Bayerns ehemaliger Ministerpräsident Edmund Stoiber (CSU) hat seinen Besuch beim Politischen Aschermittwoch der Thüringer CDU abgesagt. „Er hat um Verständnis gebeten, dass er nicht sprechen wird - aus Respekt vor den Opfern des Zugunglücks in seinem ehemaligen Wahlkreis“, sagte Mike Mohring, Partei- und Fraktionschef der Thüringer CDU, am Dienstag.

22.01 Uhr: Bei den Viertelfinals des DFB-Pokals haben auch die Spieler der Opfer des Zugunglücks gedacht. Die Mannschaften von Bayer Leverkusen, Werder Bremen, VfB Stuttgart und Borussia Dortmund liefen mit Trauerflor auf. Vor Anpfiff der Partie VfB gegen BVB gab es außerdem eine Schweigeminute.

21.11 Uhr: Gegenüber der Münchner tz wollte ein Polizeisprecher die Spekulation um menschliches Versagen nicht bestätigen. Die Ermittlungen stünden erst ganz am Anfang.

20.21 Uhr: Auch die dpa berichtet nun: Die Ursache für das Unglück ist nach ersten Ermittlungen „menschliches Versagen“. Das erfuhr die Deutsche Presse-Agentur am Dienstagabend aus zuverlässiger Quelle. Wer genau für das Unglück verantwortlich zu machen ist, war zunächst nicht bekannt.

19.48 Uhr:  Am Mittwoch soll damit begonnen werden, die Zugwracks mit schwerem Gerät zu entfernen. Auch die Suche nach der an der Unfallstelle noch immer vermissten Person solle dann fortgesetzt werden.

Zugunglück bei Bad Aibling: Menschliches Versagen schuld?

19.31 Uhr: Offenbar führte menschliches Versagen zu dem verheerenden Zugunglück. Wie RedaktionsNetzwerk Deutschlandberichtet, ist die Fehlentscheidung eines Fahrdienstleiters schuld an der Katastrophe. So habe der Mitarbeiter ein automatisches Signal außer Kraft gesetzt, um einen verspäteten Zug "quasi von Hand" noch durchzuwinken. Das Portal bezieht sich dabei auf Ermittlerkreise.

18.54 Uhr: Die ARD strahlt zum Zugunglück um 20.15 Uhr einen Brennpunkt aus. Das teilte der Sender am Dienstagabend via Twitter mit.

18.48 Uhr: Bundespräsident Joachim Gauck hat von Nigeria aus mit Verkehrsminister Alexander Dobrindt telefoniert, um sich über den Hergang des schweren Zugunglücks und über die Lage dort informieren zu lassen. Das teilte eine Sprecherin des Präsidialamts am Dienstagabend in Lagos mit. Gauck sei bestürzt über den Unfall mit zehn Toten und vielen Verletzten. Seine Gedanken seien bei den Opfern, ihren Familien und Angehörigen. Gauck hält sich bis Donnerstag zu einem viertägigen offiziellen Besuch in Nigeria auf.

18.34 Uhr: Für die Rettungskräfte war der Einsatz am Unglücksort nicht nur eine Herkulesaufgabe  - er ging auch an die Nieren. Denn den Helfern bot sich ein Trümmerfeld, die Verunglückten zu bergen gestaltete sich sehr schwierig.

17.47 Uhr: Wegen der Streckensperrung auf der Strecke Holzkirchen - Rosenheim fährt bis auf Weiteres Schienenersatzverkehr. Das teilte Meridian auf seiner Website mit. "Achtung: Die Busse fahren zum Teil erheblich später ab als Züge." Den Fahrplan für den Schienenersatzverkehr gibt's hier.

17.22 Uhr: Es war leider zu erwarten: Nach dem schweren Zugunglück in Bayern hat sich die Zahl der Todesopfer auf zehn erhöht. Zudem werde noch eine Person vermisst, teilte das Polizeipräsidium Oberbayern Süd am Dienstagabend mit.

16.49 Uhr: Nach der Zugkatastrophe von Bad Aibling will Ministerpräsident Horst Seehofer (CSU) am Mittwoch die Unglücksstelle aufsuchen. Seehofer wolle sich vor Ort ein Bild von der Situation machen und auch mit Rettungskräften und Verantwortlichen sprechen, teilte die Staatskanzlei am Dienstag in München mit.

16.16 Uhr: Das Zugunglück hat national und international viele Reaktionen und Beileidsbekundungen hervorgerufen. Hier gibt's alles auf einen Blick.

15.41 Uhr: Nach dem schweren Zugunglück von Bad Aibling hat die CSU den traditionellen Politischen Aschermittwoch abgesagt. CSU-Generalsekretär Andreas Scheuer sagte dem „Bayernkurier“ am Dienstag, ganz Bayern trauere um die Toten der Zugkatastrophe. „Aus Respekt vor den Opfern des tragischen Zugunglücks findet der morgige Politische Aschermittwoch der CSU nicht statt.“ Auch die anderen Parteien verzichten auf den Traditionstermin.

15.24 Uhr: Die Aufklärung des schweren Zugunglücks in Bayern soll voraussichtlich auch Thema im Bundestag werden. Der Vorsitzende des Verkehrsausschusses, Martin Burkert, sagte am Dienstag: „Ich gehe davon aus, dass wir uns damit bereits in der nächsten Sitzungswoche beschäftigen.“ Der SPD-Politiker äußerte sich schockiert über das Unglück und sprach von einem traurigen Tag für Bayern. „Unsere Gedanken sind bei den Angehörigen der Opfer und den Verletzten.“ Nun müsse alles für eine umfassende Aufklärung getan werden. Beim Zusammenstoß zweier Nahverkehrszüge waren am Dienstag in Oberbayern neun Menschen ums Leben gekommen. Rund 80 wurden verletzt.

14.59 Uhr: Der französische Premierminister Manuel Valls hat Deutschland nach dem Bahnunfall mit mehreren Toten sein Mitgefühl ausgesprochen. „Emotion nach dem Zugunglück in Bayern“, schrieb Valls am Dienstag auf Twitter. „Solidarität Frankreichs mit den Verletzten, den Angehörigen der Opfer und unseren deutschen Freunden.“ Valls wird am Freitagabend zu einem Besuch in der bayerischen Landeshauptstadt erwartet.

Zugunglück in Bad Aibling: Merkel dankt Rettungskräften

14.45 Uhr: Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) hat bestürzt auf das schwere Zugunglück in Bayern reagiert. Ihr Mitgefühl gelte vor allem den Familien der Menschen, die dabei ihr Leben verloren hätten, erklärte Merkel am Dienstag. „In Gedanken bin ich auch bei den zahlreichen Verletzten, die mit den Folgen des Unglücks ringen.“ Die Kanzlerin dankte den Einsatzkräften aus der Region, die sich unter schweren Bedingungen um die Verunglückten kümmerten. „Ich vertraue darauf, dass die zuständigen Behörden alles daran setzen werden, aufzuklären, wie es zu diesem Unglück kommen konnte“, sagte Merkel.

Offenbar rasten die beiden Züge ungebremst ineinander.

14.27 Uhr: Das den Bahnverkehr in Deutschland sichernde System „Punktförmige Zugbeeinflussung“ (PZB) war im Fall des Zugunglücks von Bad Aibling erst vor rund einer Woche technisch überprüft worden. Dabei habe es keine Probleme gegeben, sagte der Konzernbevollmächtigte der Deutschen Bahn (DB) für Bayern, Klaus-Dieter Josel, am Dienstag auf einer Pressekonferenz in Bad Aibling. Bei dem System empfängt ein Gerät im Zug Signale von Magneten im Gleisbett. Die Magneten sind mit einem ersten Vorsignal und dem 1000 Meter weiter stehenden Hauptsignal verkabelt. Steht das Hauptsignal auf Rot, zeigt dies auch bereits das Vorsignal an. Der Lokführer muss mit einer Taste bestätigen, dass er dies bemerkt hat, sonst bremst ihn die Technik ab. Rollt der Zug über das rote Hauptsignal, wird ebenfalls eine Zwangsbremsung ausgelöst.

14.19 Uhr: Bei der Rettung nach dem Zugunglück haben die Helfer trotz des schwer zugänglichen Geländes von einigen guten Bedingungen profitiert. Es hätten hervorragende Flugbedingungen geherrscht und die Temperaturen seien für einen Februar relativ hoch gewesen, sagte der Leitende Notarzt auf der Pressekonferenz.

14.16 Uhr: Das Zugunglück bei Bad Aibling wirft Fragen auf. Unter anderem wie es dazu kommen konnte und wie funktioniert eigentlich das Zugsicherungssystem?

14.01 Uhr: Bei dem Rettungseinsatz waren am Dienstag laut Joachim Herrmann knapp 700 Einsatzkräfte vor Ort. Die Einsatzkräfte seien „mit schwerstem Leid und unglaublichen Verletzungen“ konfrontiert worden. Derzeit werde alles getan, um den Unfallhergang aufzuklären. „Auch wenn es die hundertprozentige Sicherheit nie geben kann, müssen wir alles dafür tun, um menschliches wie technisches Versagen so weit wie möglich auszuschließen.“

Zugunglück in Bad Aibling: Faschingsferien haben noch größere Katastrophe verhindert

13.57 Uhr: Das schwere Zugunglück hätte noch viel schlimmer ausgehen können. "Glücklicherweise sind derzeit in Bayern Faschingsferien, so dass die Züge nicht voll besetzt waren wie an normalen Tagen", sagte der Polizeipräsident von Oberbayern Süd, Robert Kopp, auf der Pressekonferenz. Insgesamt saßen rund 150 Personen in den beiden Nahverkehrszügen.

13.44 Uhr: Bayerns Innenminister Joachim Herrmann dankt in der Pressekonferenz besonders den Einsatzkräften vor Ort: „Es ist fast unglaublich, wie schnell dort in kürzester Zeit Hilfe geleistet wurde. Es ist großartig, auf welche Hilfsbereitschaft wir uns auch bei den Ehrenamtlichen verlassen können."

Bundesverkehrsminister Alexander Dobrindt macht sich vor Ort ein Bild von der Unfallstelle.

13:32 Uhr: Bundesverkehrsminister Alexander Dobrindt (CSU) spricht auf der Pressekonferenz von einer "schweren Stunde in der Geschichte des Zugverkehrs in Deutschland". Außerdem dankte er den rund 500 Rettungskräften. "Das sind Bilder, die einen natürlich auch sehr stark emotional belasten, weil man sich nicht vorstellen kann, dass solche Unglücke auch bei uns vorkommen können", so Dobrindt.
13.17 Uhr: Neue Zahlen der Polizei: Zehn Menschen wurden bei dem Zusammenstoß schwer verletzt, acht Reisende mittelschwer und 63 leicht

13.11 Uhr: Um kurz nach eins startete die Pressekonferenz. Unter anderem mit Bundesverkehrsminister Alexander Dobrindt und Bayerns Innenminister Joachim Herrmann.

13.00 Uhr: Nun soll es gleich losgehen mit der Pressekonferenz 12.49 Uhr: Nach dem schweren Zugunglück hat der russische Präsident Wladimir Putin sein Mitgefühl übermittelt. „Die Katastrophe mit vielen Verletzten und leider auch Toten ruft in Moskau Trauer hervor“, sagte Putin dem Kremlsprecher Dmitri Peskow am Dienstag der Agentur Interfax zufolge in Moskau. Putin hatte erst vor wenigen Tagen bei einem Besuch des bayerischen Ministerpräsidenten Horst Seehofer in Russland von „besonderen Beziehungen“ zwischen Moskau und München gesprochen.

Zugunglück in Bad Aibling: Polizei bestätigt neuntes Todesopfer

12.38 Uhr: Traurige Gewissheit: Die Polizei hat die Zahl von neun Todesopfern inzwischen bestätigt. Dazu gibt es offenbar 18 schwerverletzte und rund 90 leichtverletzte Personen.

12.36 Uhr: Um 13 Uhr soll die Pressekonferenz anfangen, weil Alexander Dobrindt und Joachim Herrmann noch ein wenig Zeit brauchen. Der Bundesverkehrsminister hat sich ein erstes Bild vor Ort gemacht. "Es ist eine schreckliche Katastrophe, unsere Gedanken und unser Mitgefühl ist bei den Angehörigen der Toten und Schwerverletzten", sagte Dobrindt. "Es gilt jetzt herauszufinden, ob es technisches oder menschliches Versagen war." Fakt sei, dass die Strecke mit dem neuesten System ausgestattet wurde, das nach dem letzten Unglück von 2011 auf allen Bahnlinien eingerichtet wurde.

12.33 Uhr: Offiziell bestätigt ist die Zahl noch nicht, aber wie mehrere Reporter vor Ort berichten, wurde inzwischen ein neuntes Todesopfer aus dem Zugwrack geborgen.

12.31 Uhr: Je schneller Züge auf einer Strecke fahren dürfen, desto höher sind die Anforderungen an zusätzliche Sicherungstechnik, die menschliche Fehler ausbügeln soll - denn auch Bremswege werden länger. Bis Tempo 160 wird die „Punktförmige Zugbeeinflussung“ (PZB) eingesetzt. Installiert ist sie nach Angaben der Deutschen Bahn als Betreiberin des Schienennetzes auch auf der eingleisigen Strecke in Bayern, auf der am Dienstag zwei Züge frontal zusammenstießen.

Bei dem PZB-System empfängt ein Gerät im Zug Signale von Magneten im Gleisbett - diese sind mit einem ersten Vorsignal und dem 1000 Meter weiter stehenden Hauptsignal verkabelt. Steht das Hauptsignal auf Rot, zeigt dies auch bereits das Vorsignal an. Der Lokführer muss mit einer Taste bestätigen, dass er dies bemerkt hat, sonst bremst ihn die Technik ab. Rollt der Zug über das rote Hauptsignal, wird ebenfalls eine Zwangsbremsung ausgelöst. Das System kann auch eingreifen, wenn Züge etwa in engen Kurven die Geschwindigkeit nicht wie vorgeschrieben gedrosselt haben.

12.18 Uhr: In Deutschland ist der Hashtag #BadAibling an diesem Dienstag einer der wichtigsten. Menschen twittern, wie sehr sie mit den Fahrgästen, die im Zug saßen, mit deren Angehörigen und Rettern fühlen. Andere verbreiten aber wütende Spekulationen und stellen die Frage, wieso trotz moderner Technik zwei Züge auf einer eingleisigen Strecke zusammenstoßen - ein Überblick über die Reaktionen im Netz.

12.09 Uhr: Vermutlich hätte das Zugunglück noch viel mehr Todesopfer gefordert, wären in Bayern derzeit keine Faschingsferien. Zu Schulzeiten sind die Meridian-Pendlerzüge bis auf den letzten Platz gefüllt.

Das Zugunglück bei Bad Aibling

Nach dem Zugunglück bei #BadAibling helfen dutzende Retter. Danke, dass ihr da seid.

Posted by Merkur.de on Dienstag, 9. Februar 2016

12.03 Uhr: Offenbar sind inzwischen alle Verletzten geborgen und auf dem Weg in die umliegenden Krankenhäuser. Der Münchner Blutspendedienst ruft zu Spenden auf. Die Bergungsarbeiten an der Unglücksstelle dauern an.

12.00 Uhr: Eigentlich sollte die Pressekonferenz jetzt beginnen, verzögert sich aber um eine Stunde.

Zugunglück in Bad Aibling: Innenminister Herrmann schockiert

11.41 Uhr: Bayerns Innenminister Joachim Herrmann (CSU) hat sich von dem schweren Zugunglück im oberbayerischen Bad Aibling schockiert gezeigt. „Wir wissen nicht, ob nicht noch mehr Tote in den verkeilten Zügen gefunden werden. Das ist wirklich schrecklich“, sagte Herrmann am Dienstag in Nürnberg. „Das ist schon eines der großen Eisenbahnunglücke in der jüngeren Vergangenheit in Deutschland und speziell bei uns in Bayern.“ Im Moment stehe die Bergung der Verletzten im Vordergrund. Die Frage nach den Ursachen des Unglücks komme erst danach. „Was hier schief gelaufen ist in der Abstimmung zwischen den einzelnen Startbahnhöfen, von denen die einzelnen Züge gekommen sind - das muss jetzt näher ermittelt werden.“

Auf der eingleisigen Bahnlinie, die vor allem im regionalen Personenverkehr genutzt werde, habe es bisher keine Störungen gegeben, sagte Herrmann. In den vergangenen Jahrzehnten habe es zudem „massive Verbesserungen in der Zugsicherungstechnik“ gegeben, so dass „was geltende Technik und geltende Vorschriften sind, ein solches Unglück, wo sich zwei gegenläufige Züge auf dem gleichen Gleis befinden, eigentlich nicht mehr vorkommen kann“.

11.24 Uhr: Inzwischen gibt es genauere Informationen zum Unfallhergang. Das Unglück ereignete sich offenbar in einer Kurve in einem schwer zugänglichen Waldstück am Ufer der Mangfall, in der Nähe einer Kläranlage. Die Züge waren mit hoher Geschwindigkeit unterwegs, wie ein Sprecher der Bundespolizei der ARD sagte, die Trümmer sind ineinander verkeilt.

Schweres Zugunglück in Oberbayern

11.15 Uhr: Wir versuchen, die Pressekonferenz im Rathaus von Bad Aibling per Livestream zu übertragen. Die Kollegen vor Ort prüfen gerade die Möglichkeiten der technischen Umsetzung.

11.02 Uhr: Bei dem schweren Zugunglück in Bayern hat sich die Zahl der Todesopfer auf acht erhöht. Das sagte ein Sprecher der Landespolizei. Offenbar sind auch die beiden Lokführer sowie zwei Zugbegleiter unter den Opfern. Die Polizei Oberbayern Süd teilte per Twitter außerdem mit, dass über 50 Menschen schwer verletzt wurden, rund 100 Zuginsassen erlitten leichte Verletzungen.

10.53 Uhr: Eine erste Zusammenfassung der schlimmen Ereignisse und den derzeitigen Kenntnisstand zu dem schweren Zugunglück in Bad Aibling bei Rosenheim finden Sie hier.

10.46 Uhr: Um den Opfern des schweren Zugunglücks im oberbayerischen Bad Aibling zu helfen, hat das Bayerische Rote Kreuz alle verfügbaren haupt- und ehrenamtlichen Kräfte in der Region zusammengezogen. „Alles, was Räder hat, ist vor Ort“, sagte der Geschäftsführer des BRK-Kreisverbandes Rosenheim.

10.40 Uhr: Für einen genaueren Überblick eine Karte vom Ort des Unglücks:

10.32 Uhr: Bundesverkehrsminister Alexander Dobrindt ist auf dem Weg zur Unfallstelle, um sich vor Ort ein Bild zu machen.

Zugunglück in Bad Aibling: Bahnchef ist "tief bestürzt"

10.30 Uhr: Inzwischen gibt es auch eine erste Stellungnahme von Rüdiger Grube, dem Vorstandsvorsitzende der Deutschen Bahn AG: "Wir sind tief bestürzt über den Unfall. Den Verletzten und den Angehörigen der Unfallopfer gehört unser tiefes Mitgefühl. Ich habe bereits der Bayerischen Oberlandbahn meine Betroffenheit zum Ausdruck gebracht. Selbstverständlich unterstützen wir die ermittelnden Behörden bei der Aufklärung der Unfallursache. Ich möchte den Rettungskräften und allen Helfern vor Ort für ihren schweren Einsatz ausdrücklich danken."

10.25 Uhr: Um 12 Uhr findet eine Pressekonferenz in Bad Aibling statt - dann gibt es hoffentlich weitere Informationen zu dem schrecklichen Zugunglück.

10.19 Uhr: Weil die Unfallstelle so schwer zugänglich ist, werden die Verletzten zunächst mit den Rettungshubschraubern und auch mit Booten zu den Krankenwagen gebracht.

10.09 Uhr: Bahnfahren gilt als relativ sicher, schwere Unfälle wie jetzt in Oberbayern sind vergleichsweise selten - einige Beispiele im Überblick.

9.57 Uhr: Das österreichische Bundesland Tirol stellt Bayern zur Bewältigung des schweren Zugunglücks Rettungskräfte und Notarzthubschrauber zur Verfügung. Mitarbeiter des Roten Kreuz seien alarmiert und auf dem Weg zur Unglücksstelle, berichtete die Landesregierung am Dienstag. Die Leitstelle Rosenheim habe außerdem bereits vier Notarzthubschrauber angefordert. Auch das Krankenhaus in Kufstein nahe der deutschen Grenze stehe für die Übernahme und Versorgung von Verletzten bereit.

Schreckliches Bild: An einer Stelle ist dieser Meridian-Zug völlig aufgerissen.

9.53 Uhr: Wie die Pressestelle der Bayerischen Oberlandbahn, die den Meridian betreibt, mitteilt, sind die Fahrzeuge ineinanderverkeilt und teils entgleist. Die Ursache des Unfalls ist noch unklar. „Der Unfall ist ein Riesenschock für uns. Wir tun alles, um den Reisenden, Angehörigen und Mitarbeiter zu helfen“, so Bernd Rosenbusch, Geschäftsführer der Bayerischen Oberlandbahn GmbH. „Wir waren schnell vor Ort und konnten uns ein Bild des schweren Zusammenstoßes machen. Unser Dank gilt den Einsatzkräften und Mitarbeitern, die so schnell Hilfe geleistet haben“, so Fabian Amini, der technische Geschäftsführer. Die gesamte Pressemitteilung des Meridian im Wortlaut finden Sie hier.

9.48 Uhr: Die Polizeikräfte vor Ort gehen davon aus, dass sich aller Wahrscheinlichkeit nach noch weitere Todesopfer in den kollidierten Zügen befinden.

Zugunglück in Bad Aibling: Unfall passierte in einer Kurve

9.46 Uhr: Eine Information der Deutschen Bahn nach war die Strecke, an der das Zugunglück passierte grundsätzlich für Geschwindigkeiten bis 120 km/h zugelassen.

9.41 Uhr: Es gibt weitere Informationen zum Unfallhergang. Kurz vor dem Ortseingang von Bad Aibling an einer Aral-Tankstelle soll es passiert sein, rund 600 Meter vom Bahnhof entfernt prallten die zwei Züge aufeinander. Der Unfall passierte in einer leichter Kurve. Ein Zug kam von Kolbermoor und fuhr in Richtung Holzkirchen, der andere war Richtung Rosenheim aus München unterwegs.

9:33 Uhr: Die Bundespolizei spricht inzwischen von rund 100 Leichtverletzten, 40 Schwerverletzte und 10 bis 15 Schwerstverletzte.

9:29 Uhr: Die Zahl der Toten hat sich laut Bundespolizei auf vier Opfer erhöht.

9:28 Uhr: Auch die Bundespolizei Oberbayern hat eine Telefon-Hotline eingerichtet: 08031-2003180. 

9:27 Uhr: Aufgrund der gesperrten Zugstrecke, fahren heute den ganzen Tag Busse.

9:23 Uhr: In einer Mitteilung des Meridian steht, dass die Einsatzkräfte vor Ort bisher von zwei Toten und 90 verletzten Reisenden ausgehen, 10 davon schwer. Zu dem Zustand der Lokführer kann bisher nichts gesagt werden. „Der Unfall ist ein riesen Schock für uns. Wir tun alles, um den Reisenden, Angehörigen und Mitarbeiter zu helfen“, so Bernd Rosenbusch, Geschäftsführer der Bayerischen Oberlandbahn GmbH, die den Meridian betreibt. „Wir waren schnell vor Ort und konnten uns ein Bild des schweren Zusammenstoßes machen. Unser Dank gilt den Einsatzkräften und Mitarbeitern, die so schnell Hilfe geleistet haben“, so Fabian Amini, der technische Geschäftsführer.

9:21 Uhr: Die betroffenen Regionalbahnen gehören dem französischen Bauunternehmen Transdev. Rund 100 Personen wurden bei dem Unfall leicht verletzt, etliche weitere Personen wurden schwer verletzt.

Erstmeldung zum Zugunglück in Bad Aibling bei Rosenheim

Bei einem schwerem Zugunglück in Oberbayern sind am Dienstagmorgen zwei Menschen ums Leben gekommen. Rund 90 Fahrgäste wurden verletzt, wie ein Polizeisprecher vor Ort sagte. Unter ihnen seien mindestens 10 Schwerverletzte. Ein Großaufgebot an Rettungskräften mit zahlreichen Hubschraubern und Krankenwagen kümmerte sich um sie. Bei dem frontalen Zusammenstoß zweier Nahverkehrszüge in der Nähe von Bad Aibling im Landkreis Rosenheim verkeilten sich die Triebwagen. Ein Zug entgleiste, mehrere Waggons stürzten um.

Gegen 6.50 Uhr waren zwei Züge des privaten „Meridian“, der von der Bayerischen Oberlandbahn betrieben wird, auf der eingleisigen Strecke zwischen Holzkirchen und Rosenheim zusammengestoßen. Hubschrauber brachten die Schwerverletzten in Krankenhäuser, während die zahlreichen Leichtverletzten in einer Sammelstelle versorgt wurden. Dabei half auch die Wasserwacht, die die Verletzten von der direkt an dem Flüsschen Mangfall gelegenen Unfallstelle an das gegenüberliegende Ufer brachte. Die Ursache für das Unglück in der Nähe des Klärwerks von Bad Aibling war zunächst unklar.

Mehr Informationen vor Ort finden Sie bei mangfall24.de.

dh mit Material von dpa/afp

Rubriklistenbild: © dpa

Kommentare