Schlossstadt - Nach Heusenstammer Lesart hatte der närrische Lindwurm der Schlossstadt mehr als 50 Nummern. Viele der farbenprächtig verkleideten Zuschauer am Straßenrand sahen die gut zwei Dutzend Gruppen nämlich zweimal. Von Michael Prochnow

© Michael
In schwarz-weiß unterwegs: Disharmonie-Garden
Nachdem sie dem Spektakel in der Unnergass’ oder in der südlichen Innenstadt zugejubelt hatten, spazierten sie auf die Frankfurter Straße. Dort traf sich gestern Nachmittag der halbe Ort, feierte bei lauter Musik und kalten Getränken ausgelassen bis in die Dämmerung.
Herrlich anzusehen waren aber auch die anderen Fußgruppen. Der Familienkreis Maria Himmelskron erinnerte als „Wunderkerzen“ an die 800-Jahr-Feier, Mitglieder des Tischtennisclubs kamen als knallrote „Feuerlöscher“ daher, der Abiturjahrgang 2012 des Gymnasiums warb für „Bildung nach Maß“ - mit einer Maß Bier! Die TSV-Abteilung Trend Dance spielte mit „offenen Karten“ und marschierte in schwarz-weiß wie auch die Konkordia-„Herde“.
Viel Farbe brachten private Kreise ins Programm. Schädlingsbekämpfer Tiefel radelte mit einer Art Draisine über die Strecke, Mitglieder der Familie Frickel wandelte in Vollmasken als „Eierliesel“, die Kajnaths als „Lumpen“ und die Bräuers als „Schlossschellenhexen“. Das Blasorchester der TSV und das Konzert-Orchester Offenbach verbreitetem Stimmung. Chauffiert wurde das Prinzenpaar, es folgten Garden, der „Karneval in Venedig“ der Disharmonie und die Feuerwehr.
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