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Buchschlager Bremser brennen in der ausverkauften SKG-Halle ein karnevalistisches Feuerwerk ab

Mit Volldampf in die Steinzeit

Dreieich (es) - Ohne ABS und Antischlupfregelung ging’s bei den Bremsern in der ausverkauften SKG-Halle an der Seilerstraße zurück in die „Steinzeit“.

© es

Auch die „Starlights“ sind aus dem eigenen Stall und begeisterten das Publikum. Die Bremser sind stolz darauf, dass nur Mitglieder das Programm bestreiten.

So lautete das Motto der Narren aus der Villenkolonie, die nun schon seit einigen Jahren Asyl in der Halle der Sport- und Kulturgemeinschaft finden, weil es in Buchschlag keinen geeigneten Ort gibt, um in der fünften Jahreszeit so richtig Gas zu geben.

Genau das taten die Buchschlager an diesem Abend - und das ohne Rücksicht auf Verluste. Da jagte ein Höhepunkt den anderen. Und Hingucker gab es nicht nur auf der Bühne, wo die Akteure ein wahres Feuerwerk der guten Laune abbrannten, sondern auch im Publikum. Dort saßen Prinzessinnen neben Piraten, Gauner neben Polizisten, Feen neben Cowboys - kaum ein Gast, der nicht fantasievoll kostümiert war. Klar, dass so viel Pracht auch den Darstellern auf der Bühne enorm viel Schwung gibt.

© esDie „Highway Patrol“ brachte den Saal bei der ersten Nacht ohne Bremse zum Kochen.

Nach der Begrüßung durch Sitzungspräsident Dr. Béla Waldhauser starteten die Bremser durch und schlugen ein hohes Tempo an. Los ging’s mit einem Auftritt von Solotänzerin Ermelinda Ambrosio und dem Protokoll, in dem Christian Klementz das vergangene Jahr auf seine ganz eigene Art Revue passieren ließ. Nach der feurigen Vorführung Ermelindas berichtete das in die Jahre und in die Kilos gekommene Funkenmariechen (Bettina Schmidt) über ihre Erlebnisse. „Erinn in de Saal, enuff uff de Bühn’, die Bäckscher vor Uffregung feuerrot glühn“, dichtete sie und nahm sich während ihrer Rede so manches Mal gekonnt selbst auf die Schippe. Es sei alles da bei ihr und an der richtigen Stelle. Sie habe zwar „ein paar Gramm zu viel, aber ich habe auch Profil“. Das könne sie von vielen anderen Frauen nicht behaupten. „Schaut euch doch an die anderen Damen, die schauen doch aus wie Röntgenaufnahmen.“ Früher sei sie auch mit 45 Kilo über die Bühne geschwebt, „heut bin ich ein Silo und die Bühne, die bebt“.

Kaum zu glauben, aber der junge Tom Keßler soll bei dieser ersten Nacht ohne Bremse in der Kampagne sein Bühnendebüt gegeben haben. Als kleiner menschlicher Lurch erzählte er von seinen Erlebnissen, zuerst vor der Geburt im Bauch seiner Mutter und dann nachdem er auf die Welt gekommen ist. Das tat er mit viel Routine und so viel Elan wie ein „alter Hase“. So manches Mal schlug seine Mutter, die bei Toms Auftritt ganz vorne saß, die Hand vor den Mund - vor Begeisterung wie der Rest der Anwesenden auch. „Da hilft kein Gequake, ich bin halt ihr Lurch, die wollten mich haben, da müssen sie durch“, reimte der Zehnjährige und hatte die Lacher auf seiner Seite.

Weitere Bilder von der Fastnachtssitzung der Bremser

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vor

Auch gut: Peter Duft und Günther Groß als „Die Angler“. „Meine Frau hat eine richtige Schwimmbadfigur“, sagt der eine zum andern. „Ja, ja, ganz toll“, erhält er als Antwort. „Von wegen toll - sie hat ein breites Becken und jede Menge Rettungsringe.“ Da blieb natürlich kein Auge trocken.

Aber nicht nur mit Worten überzeugten die Bremser. Auch die Tänze der Minis und Minettes, die als Katzen und Mäuse auftraten, die Vorführung der Funkengarde, die Starlights (die einen Gardetanz zeigten und einen Showtanz als Cheerleader), die Prinzengarde und die Showtanzgruppe, die einen Wettstreit Ballett gegen Hiphop zeigte, rissen das Publikum mit. Für besonders viel Stimmung sorgte die „Highway Patrol“ mit ihrer Mischung aus Tanz-, Trommel- und Lichtshow, die wie die Faust aufs Auge zum Motto des Abends passte. Ebenfalls sehens- und hörenswert war der Auftritt des Männerballetts zum Thema „Fluch der Karibik“.

Um die Eröffnung eines Restaurants ging es bei der Sketchgruppe „Babbelschnuten“, die Märchenbremser faszinierten mit ihrer ganz eigenen Interpretation von Rotkäppchen und zum Finale lieferten die „Bremser on stage“ eine fulminante Playbackshow. Aber danach war noch lange nicht Schluss. In der Sektbar ging es bis in die Puppen weiter mit Live-Musik der Gruppe „Capones & Friends“.

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(8.8)%Lecker Kamelle und die langen Fastnacht-Umzüge durch die Stadt.

(33.1)%Helau, bitte was? Mich interessiert die Fastnachtszeit nicht.

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