Egelsbach - Keine Frage: Ein Verein, der seit einem Dreivierteljahrhundert den geballten Wahnsinn zur Narrenzeit organisiert, verdient zum Jubiläum mehr als artigen Beifall oder Schulterklopfen. Von Holger Borchard
Folglich bedurfte es keiner langen Vorreden zwischen der Karneval-Gesellschaft und dem „gastgebenden“ Geschichtsverein bis feststand: Die Jokus-Jünger erobern diesmal nicht das Rathaus, sondern das Arresthaus. Die erste Sonderausstellung des neuen Jahres im Heimatmuseum lässt 75 Jahre Karneval in Egelsbach Revue passieren. Das Motto der Ausstellung ist das der Jubiläumskampagne: „Mit 75 noch auf Trab – alle unner aaner Kapp“.
Fotos, Kostüme, Orden und etliche andere originelle Exponate skizzieren bedeutende, besonders gelungene oder einfach nur kuriose Momente der Vereinsgeschichte. Bei so manchem Betrachter dürfte dies den sprichwörtlichen Aha-Effekt auslösen – „da war ich doch auch dabei ...“
Weil man bei Jecken generell selten – und bei jubilierenden Jecken schon gar nicht – um närrische Anfangszeiten umhin kommt, öffnet das Ortsmuseum am 15. Januar um 11.11 Uhr. Der KGE-Vorsitzende und Sitzungspräsident Gerold Wurm wird Begrüßungsworte sprechen und in die Ausstellung einführen. „Wir hoffen auf regen Besuch und werden selbstverständlich den ganzen Mittag über Interessierten Rede und Antwort stehen“, sagt Wurm. Das Arresthaus ist an diesem Tag bis 15 Uhr geöffnet.
Wer beim ersten Termin verhindert sein sollte, erhält bis Anfang März weitere Gelegenheiten. Am 22. und 29. Januar ticken die Uhren im Museum zwei weitere Male im närrischen Takt (11.11 bis 15 Uhr). Die „turnusgemäße“ Besichtigungszeit 15 bis 17 Uhr gilt sowohl am 5. Februar als auch am 4. März, auf den die Finissage terminiert ist.
Es gibt noch Karten für die großen Fremdensitzungen. Zu haben sind die Tickets unter www.kge.de.
Rubriklistenbild: © Pixelio.de/Marco Barnebeck
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