Klein-Welzheim (Bo) - Heiter-turbulent, stimmungsgeladen und ausgelassen-närrisch ging es auf der ursprünglichen Kostümsitzung der „Germaniafassenachter“ in Klein-Welzheim zu.

© Bonifer
Ingrid Luckmann übernahm die Rolle der „Vogelscheuche vom Glaabsweiher“.
Simon Hüfner, Sitzungspräsident und „Ausrufer bei Hofe“, präsentierte den Narren im „krachend vollen Auditorium Welzheimium“ das Original Welzemer Dreigestirn. Mit „Tschingderassabumm“ zogen, der „Ritter von der Wasserborsch“ Andreas I. Kolleczek, die „Bäuerin Welzheimia“ Ingrid I. Luckmann und das „Edle Jungfräulein Germania Sarah I. Hüfner in den Bürgerhaussaal ein und wurden frenetisch gefeiert.
Das „Klaa Gezewwel“ vom Kinder- und Jugendchor eröffneten das fünfstündige Bühnenprogramm mit frechen Liedbeiträgen und gekonnten Tanzvorführungen. Die frisch gekürte Bäuerin im Dreigestirn Ingrid Luckmann protokollierte als „die Vogelscheuche vom Glaabsweiher“ mit Augenzwinkern das letztjährige Vereinsgeschehen und wurde von den jungen Tänzerinnen der TuS auf schwungvolle Weise abgelöst.
Unter den Klängen des Radetzkymarsches zog das Zellhäuser Prinzenpaar Björn I. und Isabell II. durch das „Narrenschiff“ auf das Podium, um sich - als besondere Ehrengäste - vom Narrenvolk huldigen zu lassen.
Thomas Hüfner präsentierte sich als vermeintlicher Frauenversteher und Möchtegern-Macho „Mister Bombastic“ in der Bütt und gab seinen „Kokolores“ zum Besten. Die „schnuckelische Mädschär“ – die „Crazy Schimmeldancers“ aus Mainflingen – brachten mit ihrem Matrosentanz den Saal zum Toben.
Ebenso wie der feucht-fröhliche „Stadtstreicher“ Stefan Stegmann. Ein Höhepunkt jagte den nächsten und brachte die Fastnachter außer Puste. Eine perfekte „Las-Vegas-verdächtige“ Bühnenshow boten die „Dododos“ mit ihren grellweißen Fantasiekostümen im abgedunkelten Saal. „Fastnachtsurgestein“ Jutta Prinz mit Steffi Korger und Moni Kussheber legten eine „Night-Show“ der Extraklasse aufs Parkett. Dann war es soweit und unter schwermütigen Klängen wackelten die „Zwaa Aale“ am Gehstock auf die Narrenbühne. Altersweisheiten, „Schlääscht Gebabbel“ und Nonsens kamen von Peter Stegmann und Thomas Hüfner. Ein weiterer närrischer Glanzpunkt war die erstklassige Tanzdarbietung der Hainstädter „Mädschär“, die als „Sky-Dancers“ bereits in einer Fernsehsitzung zu bewundern waren.
Natürlich durften die „Fraa Watschelisch“ und die „Fraa Babbelisch“, Christa Kuhn und Sigrid Weigold, in der Bütt nicht fehlen und tratschten so, „wie ihnen der „Schnabel gewachsen ist“ über das Orts- und Vereinsgeschehen. Den Schlusspunkt setzte die „Original-Germania-Männershowact-Gruppe“. Fazit von Sitzungspräsident Hüfner: „Schee wars!“
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