Zellhausen (Bo) - Mit einem fünfstündigen, kurzweiligen Programm versetzten die Narren vom Liederkranz Zellhausen ihr Publikum von Beginn an in eine ausgelassene Stimmung, die dann auch bis in die frühen Morgenstunden anhielt.

© Bonifer
Der Liederkranz-Frauenchor begab sich bei seinem Auftritt auf musikalische Weltreise und landete auf „Malle“
Sitzungspräsident Volker Haus begrüßte mit einer Gesangseinlage „Hurra - Hurra, die Fassenacht iss da“ das erwartungsvolle Publikum, die Ehrengäste und die Zellhäuser Tollitäten Prinz Björn I (Schubarth) und Prinzessin Isabell II (Sattler) in Begleitung ihrer Pagen Jil Rachor und Analena Ritter sowie Julia Krammig als Till und den Fahrer des Prinzenpaares, Exprinz Frank Stritzke.
Nit „Pretty Susi“ (Pretty woman) bedankten sich die Männer bei Susi Kühn für die Bewirtung“ an den Singstunden im Vereinslokal „Zum Schwanen“.
Den Schlusspunkt der ersten Halbzeit setzte der als Zellhäuser Bruchkatz‘ brillierende und scharfsinnig vortragende Reinhard Krauß. Ob aus dem eigenen Verein, dem Miteinander der Ortsvereine oder der weiten Welt aus Politik und Wirtschaft - keiner wurde hier humoristisch verschont.
Ihr Tanz stand ganz unter dem Motto „Disco-Fieber“. Die Mädels vom ZFN, die ihre Choreographie in eigener Regie gestalten, hatten sich ihre Zugabe gewiss verdient. Für das originellste Kostüm aus dem Publikum wurde der als „blonde Schönheit“ verkleidete Vorsitzende des Brudervereins Harmonie Zellhausen, Winfried Herr, ausgezeichnet. Es folgte der aus einem Bilderrahmen heraustretende reichste Bauer von Zellhausen. Klaus (Bulli) Rachor hatte die Lacher mal wieder auf seiner Seite und seine eigens aufgestellten Bauernregeln gingen dabei auf die berühmte Kuhhaut.
Auch der Liederkranz-Frauenchor machte der Narrhalla seine Aufwartung. Mit einer musikalischen Weltreise unter der Leitung ihres Dirigenten Zöller zogen die Damen mit heißen Rhythmen und schmissigen Liedern von einem Ort zum andern um dann letztendlich auf „Malle“ zu landen. Aus deren Mitte wurde für 25 Jahre Fassenacht Sängerin und Bütten-Ass Ulrike Krauß geehrt.
Als Vampire betraten die Tänzer - Markus Schrod, Frank Merget, Roland Weiskopf, Marco Haus, Benni Schlett, Holger Merget, Rüdiger Weiland und Volker Haus - zur Mitternachts-Stunde die närrische Bühne und rockten nach spektakulärem Einzug unter „Atzenmusik“ den Saal. Die Jungs standen unter der Leitung von Anja Gutmann und Anja Thiel. Die letzte Zugabe an diesem Abend war fällig.
Zum Finale zelebrierten noch einmal alle Mitwirkenden unter den Klängen des hervorragend aufspielenden Hofkapellmeisters aus dem benachbarten Schlumberland den Song: „Denn wenn de Liederkranz ruft, dann stehn se all parat…“ Danach ging es mit einer Polonäse in den letzten Programmteil „Tanz bis in den Morgen“ über. Noch einige Stunden verweilten die Besucher bei Musik und Tanz auf der Tanzfläche und an der Bar, um dann zu später Stunde den Heimweg anzutreten - mit dem Gefühl einen tollen Faschingsabend live in der „Gudd Stubb“ des Liederkranz miterlebt zu haben.
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