Hainstadt (Bo) - Eine närrische Faschingssitzung ohne Orden? Kann sich kaum einer vorstellen, aber der Gesangverein Harmonie Hainstadt hat genau das verwirklicht.

© Bonifer
„Ja im Wald, da sind die Räuber“. Unter diesem Motto fegte die Tanzgruppe der Harmonie über die Bühne. Fotos (2):
Die Überlegung des Vorstandes, eine kostengleiche Alternative in Form von einer karitativen Spende zu leisten, ist bei den Aktiven und beim Publikum gut angekommen.
Zumal der symbolische Scheck an den amtierenden Kinderprinz Jonas Rachor übergeben wurde und dem Verein zur Unterstützung der Kinderherzklinik zur weiteren Verwendung überbracht wird. Das Kinderprinzenpaar der Gemeinde Hainburg mit Jonas I (Rachor) und Prinzessin Anna I (Hillerich) nutzt die Kampagne, um Spenden für die Kinderherzchirurgie zu sammeln, da der Prinz selbst vor einigen Jahren davon betroffen war. Unterstützt werden sie von dem amtierenden Prinzenpaar Prinz Harald I und Prinzessin Ute II (Harald und Ute Baier), die ebenfalls mit dem Kleinen Rat anwesend waren.
Die Gäste der Närrischen Singstunde waren von der Idee begeistert und eine, vom Vorsitzenden Gerhard Fertig spontan aufgerufene Kollekte erbrachte die Gesamtsumme von knapp 900 Euro, die vom Verein entsprechend aufgerundet wird.
Zuvor gab Brigitte Kriesche, unterstützt durch ihre Trillerpfeife, fußballerische Szenen zum Besten. Einmal zum Spiel und dafür 40 Euro berappen – das ist doch Nepp! Ihr Fazit: „Viel zu laut tut‘s im Stadion klinge, da geh ich doch lieber mittwochs zum Singe!“
Ilse Schmitt zog in den Saal ein mit Koffer und dem Outfit einer „echten Pfarrhaushälterin“, die auf Stellensuche ist. Leider konnte sie beim hiesigen Pfarrhaushalt nicht landen, da dort Frau Mama das Zepter schwingt.
Übergrößen in der Damenunterwäsche – darin kennt sich einer bestens aus: German Georg als Frauenkenner. Sämtliche Exemplare führte er vor und verschwand bei dem einen oder anderen Modell fast selbst hinter dem vorgestellten Exemplar.
Etwas blutig ging es beim „Meister und Rolfi“ zu. „Sie sind unter uns“ – damit waren die Vampire, dargestellt von Stefan Brettinger als Meister und Rolf Wich als dessen Schüler, gemeint. Viele aus dem Verein, egal ob Männer- oder Frauenchor, mussten bangen und auf der Hut vor den beiden sein.
Da bei einer solchen Faschingsveranstaltung eine Menge Schmutz und Abfall anfällt, erschien zu später Stunde dann eine Putzfrau. Sie hatte eine Menge Arbeit, bis sie den Saal auf Vordermann gebracht hatte. Zwischen den Reihen und unter den Tischen fand sich allerhand Unrat, den es zu entsorgen galt. So manche Wahrheit wurde aufgedeckt, bis sie endlich die Bühne erreicht hatte. Mit einem „Striptease“ lüftete die „Putzfrau“ ihr Geheimnis. Kein Geringerer als Gerhard Fertig kam zum Vorschein und erzielte jede Menge Lachsalven.
„Ja im Wald, da sind die Räuber“ - mit diesem Motto fegte die Tanzgruppe der Harmonie über die Bühne. Solche räuberischen Aktivitäten – und dann von gestandenen Frauen – sind selten. Präsident Charly Sörger rief zum Finale und kündigte eine große Abba-Show an, die den Saal noch einmal auf Hochtouren brachte. Das unterhaltsame Programm endete nach fünf Stunden mit einer positiven Bilanz - nicht zuletzt wegen der Spende für den guten Zweck.
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