Die fünfte Jahreszeit ist auf den Hund gekommen: Röckchen, Prinzessinnen-Kleider, Biker-Westen oder Smoking - mehrere Hersteller bieten inzwischen Karnevalskostüme für Chihuahuas, Boxer und Co. an.

© Hundekomfort
Lustiges Sträflings-Kostüm im typischen Streifenlook mit Nummer auf dem Rücken.
Online werden aber auch handgefertigte „Sissi-Kleider“, ein Brautkleid mit Schleier oder ein Zweireiher angepriesen. Über das Fell gezogen werden im Karneval auch Umhänge von Helden wie Superman oder Zorro, wenn es nach den Kostümherstellern geht. Das Anziehen sei reine Übungssache, heißt es bei Verkäufern vom Hundeversandhaus. Zur Wahl der richtigen Weite werden für Pekinese oder Mini-Pinscher die Größe S und für Dobermänner oder Rottweiler die Größe L empfohlen.
Die ausgelassene Stimmung an den närrischen Tagen bedeutet für Heimtiere häufig Stress. So empfinden es viele Hunde als bedrohlich und bellen, wenn sie ihre Bezugsperson mit ungewohnten Kopfbedeckungen oder in fremden Kostümen sehen.
Heimtierexpertin Martina Schnell erklärt: „Leider gibt es neben anderem unsinnigen Zubehör für Heimtiere inzwischen sogar Kostüme für Hunde. Wir raten dringend davon ab, Hunde oder andere Tiere zu verkleiden. Dies schränkt nicht nur ihre Bewegungsfreiheit ein, sondern verhindert auch die Kommunikation mit Artgenossen. Eine solche Vermenschlichung macht den Tieren keinen Spaß und sicher auch nicht dem bewussten Tierfreund.“
Heimtierhalter sollten ihre Tiere während des Karnevalumzuges in ruhigen Räumen mit geschlossenen Fenstern unterbringen und dafür sorgen, dass Hunde nicht alleine sind.
dpa/ots



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