Beeindruckende Stimmen

ESC-Kandidat Avantasia rocken in der Stadthalle

+
Avantasia-Frontmann Tobias Sammet eröffnete einen Reigen der Metal-Stimmen in der Langener Stadthalle.

Langen -  Beim ESC-Vorentscheid kamen sie auf Platz drei. Ihr neues Album „Ghostlights“ erreichte in der deutschen Hitparade Position zwei. Aber bei ihren Fans sind sie ganz klar die Nummer eins. Von Markus Schaible

Und so hieß es für das Gastspiel von Avantasia in der Langener Stadthalle auch schon seit Wochen: ausverkauft. Den „Bewerbungssong“ für den Eurovision Song Contest 2016 in Stockholm, „Mystery Of A Blood Red Rose“ (ein Stück, wie es Meat Loaf besser nicht aufnehmen könnte), hauen die Musiker schon als erstes raus. Und dabei beweist Tobias Sammet (auch bekannt als Frontmann der Band Edguy) gleich, welch großartiger Sänger er ist. Dennoch teilt er die Bühne mit anderen Größen des Heavy-Metal-Gesangs. Denn das Besondere ans Sammets Bandprojekt Avantasia ist, dass er für jedes Album eine illustre Musikerriege um sich schart – vor allem am Mikrofon. Zwar sind nicht alle auch bei den Konzerten dabei, dennoch wird der Abend zu einem Schaulaufen der Vokalisten: Michael Kiske (ex Helloween), Jørn Lande (Masterplan), Eric Martin (Mr. Big), Ronnie Atkins (Pretty Maids), Bob Catley (Magnum), Oliver Hartmann (ex At Vance), Herbie Langhans und Amanda Somerville geben sich die Mikros in die Hand. Ein Duett (oder auch ein Gesangsduell) folgt auf das andere, ab und zu entern gar mehrere Sänger gleichzeitig die Bühne, die einem mittelalterlichen Schloss nachempfunden ist. Die geballte Sanges-Power wird von den Fans euphorisch gefeiert.

„Ich habe gelesen, dass wir heute drei Stunden spielen“, sagt Sammet zu Beginn augenzwinkernd. Frenetischer Jubel, denn alle wissen: Avantasia werden Wort halten. Tatsächlich folgen mehr als 180 Minuten schwermetallische Klänge – mal symphonisch-hymnisch, mal gnadenlos krachend. Immer wieder angetrieben von den hervorragenden Instrumentalisten, beweisen die Sangeskünstler, dass es gerade im Heavy Metal viele außergewöhnliche Stimmen gibt, die es problemlos auch in anderen, als hohe Kunst angesehenen Stilrichtungen zu Ehren bringen würden. Nicht umsonst hieß das Erstlingswerk von Tobias Sammets Avantasia: „The Metal Opera“.

Konzert von Namika im Gibson Club Frankfurt: Bilder

Mehr zum Thema

Kommentare