Manchmal gelingt es aber, der Fantasie wenigstens für einen Tag Leben zu geben. Geborgt, aber wahr! Der Traum heißt SL 63 AMG – die Neuauflage des Supersportwagens von Mercedes-Benz und seiner PS-Schmiede AMG, der es in der Spitzenversion auf 564 PS und eine elektronisch gedrosselte Höchstgeschwindigkeit von 300 Stundenkilometern bringt – für mindestens 171.955 Euro.
Der neue Mercedes-Benz SL 63 AMG
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Ins Schwitzen kommt sie damit auch nicht – nicht nur wegen der klimatisierten Sitze. Denn egal, wie eng die Kurve ist – der SL 63 AMG liegt dank exzellenter AMG-Sporttechnik wie Pattex drin. Übrigens – wer bei so viel PS Probleme hat: bei der AMG Driving Academy kann man sportlich und sicher fahren lernen und sich zumindest für einen oder zwei Tage den Traum von einem solchen Wagen erfüllen. An der Hafenmole in St. Tropez sind wir unter unseresgleichen – neben den größten Yachten stehen die teuersten Autos. Da gehören wir hin, da ist der SL 63 AMG goldrichtig. Genauso elegant. Matt silber lackiert. Vier Auspuffrohre. Ein eleganter Bolide! Bewunderung garantiert. Und mit 1845 Kilo ist er immerhin 125 Kilo leichter als das Vorgängermodell, von dem zwischen 2008 und 2011 rund 5000 Stück verkauft wurden. Die meisten maßgeschneidert. Den verrücktesten Farb- und Ausstattungswünschen sind so gut wie keine Grenzen gesetzt. Dem Preis auch nicht. Ach ja – der Spritverbrauch. Im besten Fall 9,9 Liter auf 100 Kilometer. 30 Prozent weniger als beim Vorgänger. Allerdings nur, wenn man den Tritt-mich-Lockrufen aus dem 5,5-Liter-V8-Biturbomotor nicht nachgibt. Aber wer kann da schon widerstehen? Frau nicht. Und wer so viel Geld für ein Auto, so teuer wie mancherorts ein Haus, übrig hat, der zählt kaum die Euro, die so lustvolle Tritte auf die Immer-noch-Männer-Technik kosten. Rrrrrr.
Ulrike Schmidt



© Andreas Lindlahr / Mercedes AMGLeder und Luxus satt: Das elegant designte Interieur des neuen SL 63 AMG































