Frust im Job - Arbeitnehmer verraten in Studie: Jeder 4. hat innerlich schon gekündigt

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Jeder 4. hat innerlich schon gekündigt

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Berlin - Jeder vierte Angestellte in Deutschland ist so frustriert im Job, dass er innerlich bereits gekündigt hat. Doch weder die Arbeit selbst noch das Gehalt sind schuld daran.

Knapp acht Millionen Angestellte in Deutschland sind so frustriert von ihrem Job, dass sie bewusst gegen die Interessen des Unternehmens arbeiten. 63 Prozent machen nur noch Dienst nach Vorschrift und lediglich 14 Prozent der Arbeitnehmer verfügen über eine "hohe emotionale Bindung an ihren Arbeitgeber". Das hat eine repräsentative Umfrage des Marktforschungsinstituts Gallup ergeben.

Das Ergebnis ist für die Firmen nicht nur ernüchternd, sondern vor allem auch teuer. Die "innere Kündigung" richtet jedes Jahr einen wirtschaftlichen Schaden zwischen 122,3 und 124,0 Milliarden Euro an. Doch die Belastung für die Unternehmen ist nicht nur finanzieller Art. Frustrierte Arbeitnehmer lassen vor allem die Kollegen und Kolleginnen spüren, dass sie mit der Arbeitssituation unglücklich sind - und das wirkt sich auf das Betriebsklima aus.

92 Prozent sind zufrieden mit ihrer Aufgabe am Arbeitsplatz

Wer sich emotional nicht an das Unternehmen gebunden fühlt, zeigt außerdem weniger Eigeninitiative, Verantwortungsbewusstsein und Leistungsbereitschaft. Das spielt auch eine Rolle bei den Krankheitstagen: Angestellte ohne emotionale Bindung zur Firma fehlen 3,5 Tage mehr als emotional hoch gebundene Mitarbeiter.

Schuld am Frust ist jedoch weder die Arbeit selbst noch das Gehalt. Mit beidem sind die Angestellten weitgehend zufrieden. 92 Prozent machen das, was sie tun, gerne. Mehr als die Hälfte denkt, dass sie dafür auch ausreichend bezahlt wird.

Es fehlt an Lob und Anerkennung

Den frustrierten Mitarbeitern fehlt es in erster Linie an Anerkennung. "Der Aussage 'Ich habe in den letzten sieben Tagen für gute Arbeit Anerkennung und Lob bekommen' stimmten nur vier Prozent der Mitarbeiter ohne emotionale Bindung uneingeschränkt zu", heißt es in der Studie. Auch haben nur fünf Prozent der Angestellten ohne emotionale Bindung das Gefühl, dass sich bei der Arbeit jemand für sie als Mensch interessiert. Und nur ein Prozent glaubt, dass jemand die persönliche Entwicklung fördert.

"Es wird deutlich, welchen Einfluss das Führungsverhalten, also die Erfüllung der elementaren Bedürfnisse und Erwartungen am Arbeitsplatz, auf die Verbundenheit der Mitarbeiter hat", lautet das Fazit von Marco Nink, Strategic Consultant bei Gallup.

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