Rock´n´Roll mal choral
507.10.09|CD-OhrensausenFacebook
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Ray Davies auf der einen, die „Kinks“ auf der anderen Seite. Was daraus entsteht, wenn sich ein Komponist, Schriftsteller, Leadsänger und Mitglied der Rock and Roll Hall Of Fame der eigenen Geschichte annimmt, bekommt man am Beispiel von „The Kinks Choral Collection“ gezeigt. Von Holger Strehl

© Promotion-Werft
“The Kinks Choral Collection“ interpretiert von Ray Davis
Die Rock'n'Roll/Beatmusik Puristen werden sich sicherlich weniger mit der durchaus opulent angelegten, aber über weite Strecken handzahmen Entfremdung anfreunden können. „You really got me“ „All Day and All of the Night“ oder „Days“, die in bester Beatles Manier ganze Konzertsäle zum Kochen gebracht haben, werden durch den mehrstimmigen Gesang des Crouch End Festival Chor und Davis doch vergleichsweise gezähmte Stimme zwar erfrischend neu interpretiert, lassen aber die Energie missen, die sie einst in einer jungen, aufstrebenden und oft rebellischen Generation hervorriefen.
Tracklist:
1. Days
2. Waterloo sunset
3. You really got me
4. Victoria
5. See my friends
6. Celluloid heroes
7. Shangri-La
8. Working man's cafe
9. Village green
10. Picture book
11. Big sky
12. Do you remember water
13. Johnny Thunder
14. Village Green Preservation Society
15. All day and all of the night
Aber da gibt es eben auch die Menschen, die sich gerne von Musik berieseln lassen und neuen Soundgewändern alter Hits nicht abgeneigt sind. Menschen, die sich zum Beispiel auch vom Konzept der gregorianischen Cover-Mönche überzeugen ließen und für ausverkaufte Hallen sorgen. Ganz so kirchlich inspiriert geht es bei Ray Davies nicht zu und wer sich mit der Rock'nRoll Variante der Fischer Chöre anfreunden bzw. arrangieren kann, wird auch bei diesem durchaus diskutablen Soundexperiment seine Freude haben. Über weite Strecken minimalistisch instrumentiert hauchen die ersten, zweiten, dritten Stimmen den Stücken neuen Geist ein, während sich Ray Davis in ihrer Front positionert. Doch die zu Beginn beschriebenen Puristen mit ausgeprägtem Hang zur E-Gitarre greifen am Ende doch besser zum Original. Darüber hinaus bekommt man einen guten Eindruck darüber wie umfassend und hochklassig der „The Kinks“ Backkatalog eigentlich ist.
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