Gruppen-Rabatte, Zwei für Eins-Aktionen und Sonderangebote – oft werben Händler mit Dumpingpreisen für Vögel, Zierfische oder Kaninchen. Doch der Schnäppchenpreis sollte kein Kriterium zur Anschaffung von Heimtieren - und schon gar nicht für eine Mensch-Tier-Beziehung sein.

© Klaus Steves /pixelio
Katzen im Doppelpack: Nimm zwei, bezahl eine. Solche Methoden haben nichts mit Tierschutz zu tun, jedes Tier hat seinen Preis!
Darauf weist der Zentralverband Zoologischer Fachbetriebe e.V. (ZZF) anlässlich des Welttierschutztages hin. „Tiere sind lebende Wesen und keine Gebrauchsgüter, die zu Schleuderpreisen auf den Markt geworfen werden“, mahnt ZZF-Präsident Klaus Oechsner. Bei Anbietern, die Heimtiere als Sonderangebot anpreisen, steht das Wohl der Tiere sicherlich nicht an erster Stelle: „Wenn Zoofachhändler die Tiere artgerecht aufziehen und pflegen, Quarantänezeiten einhalten und Kunden ausführlich beraten, rechtfertigt das ein entsprechendes Entgelt“, betont Oechsner.
Ein Beispiel seien Kanarienvögel: „Das sind keine ausgesprochenen Schwarmvögel, will man sie zu mehreren halten, benötigt man in der Regel eine größere Voliere“, erläutert Oechsner. Der ZZF empfiehlt Tierfreunden, sich vor der Anschaffung zu überlegen, ob sie für ihre Heimtiere ein Leben lang Verantwortung übernehmen können und in der Lage sind, die laufenden Kosten zu tragen. Für die Auswahl des richtigen Zubehörs sollten Tierhalter den Rat von kompetenten Zoofachhändlern ernst nehmen.
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