Manfred S. soll zehn Menschen getötet haben

Neuer grausamer Verdacht gegen Serienkiller von Hessen

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Ist ein mutmaßlicher Serienmörder: Manfred S.

Schwalbach - Zehn Morde könnten auf das Konto von Manfred S. gehen, darunter auch der Mord an dem 13 Jahre alten Tristan. Die Ermittler befürchten Schlimmes.

Manfred S. soll bis zu zehn Menschen aus sadistischen Motiven getötet haben, unter seinen Opfern könnte auch der im Jahr 1998 ermordete Frankfurter Schüler Tristan sein. Nun berichtet die Bild von einem weiteren grausigen Verdacht: War der Serienkiller aus Schwalbach im Taunus ein Kannibale? "Ja, wir haben im Fall Tristan diese Hypothese. Es ist durchaus denkbar, aber bisher gibt es keinerlei Beweise", zitiert das Boulevardblatt den Leiter der zuständigen Mordkommission, Frank Herrmann (45).  

Das LKA veröffentlichte dieses Foto des mutmaßlichen Mörders und erhofft sich neue Hinweise.

Doch wie kam es zu der Befürchtung? Besonders ein Detail war beim Mord an Tristan auffällig: Dem Schüler waren am Tatort - ein Tunnel in Höchst - die Hoden entnommen worden. "Die gelten in vielen Kulturkreisen als Aphrodisiakum", so Herrmann weiter. Außerdem fehlte am Po und am hinteren Teil des Oberschenkels des Jungen ein großes Stück Fleisch. Ergötzte sich Manfred S. am Fleisch des 13-Jährigen? War Tristan ein Einzelfall, oder aß der Mörder auch Leichenteile seiner anderen Opfer? Mit all diesen Fragen muss sich die "SOKO Alaska" auseinandersetzen.

Manfred S. versteckte Frauenleiche in Plastikfass

Manfred S. war 2014 gestorben - und erst danach kam sein grausames Doppelleben ans Licht: Nach dem Tod des Rentners entdeckte dessen Tochter die zerstückelte Leiche einer seit zehn Jahren vermissten Prostituierten, als sie die angemietete Garage ihres Vaters entrümpeln wollte. Britta D. war höchstwahrscheinlich schon seit zehn Jahren tot, ihre Leichenteile hatte der Senior in einem Plastikfass versteckt. 

Auf das Konto des mutmaßlichen Serienkillers könnten mindestens zehn Morde gehen, die bis in die frühen 70er Jahre zurück reichen sollen. Erst vor wenigen Wochen war der Fall bei "Aktenzeichen XY ... ungelöst" ausgestrahlt worden. Seither sind knapp 200 neue Hinweise bei den Ermittlern eingegangen. "Es sind einige interessante Spuren darunter, denen wir auf jeden Fall nachgehen", sagte der Sprecher des hessischen Landeskriminalamts (LKA), Max Weiß der dpa

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