Vorfreude auf Pausen

Einschulung aus Elternperspektive: Erster Tag an der Aue-Schule

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Fabian Dreger macht sich mit Schultüte und -ranzen auf den Weg in seinen Klassenraum in der Aue-Schule.

Dietzenbach - Die Einschulung ist nicht nur für die Kinder ein aufregendes Erlebnis, sondern auch für die Eltern. In diesem Fall für unseren Mitarbeiter Sascha Dreger und seine Frau Kathrin. Er schildert den ersten Tag seines Sohnes Fabian in der Aue-Schule aus der Elternperspektive:

Fertig gepackt steht der Schulranzen bereit. Filz- und Buntstifte, Bleistift und Ratzefummel, Klebestift, Schere, Wasserfarben und Zeichenblock – alles drin. Im vergangenen Kindergartenjahr ist Fabian mit Vorschulprojekten auf die Schule vorbereitet worden und auch wir Eltern hatten eigentlich genug Zeit, uns gedanklich damit zu beschäftigen, dass unser „kleiner Mann“ jetzt ein Schulkind wird. Der Einschulungstag ist dennoch aufregend und voller Emotionen für alle. Auf Mamas Frage hin, auf was er sich denn am meisten freue, überlegt Fabian kurz und sagt: „Auf die Pausen.“ Na dann...

„Wir müssen noch ein Foto mit Ranzen und Schultüte machen“, sage ich. Ein „Och nee!“ hilft ihm da auch nicht – was muss, das muss! Wie riesig der Schulranzen über den kleinen Schultern wirkt, denken wir. Bestimmt viel zu schwer. „Das schaffe ich schon“, sagt Fabian und trägt den Ranzen samt Schultüte stolz Richtung Schule. Tobende und lachende Kinder auf dem Schulhof, idyllisch und überschaubar. In der Aula sieht das Ganze dann schon anders aus. Was für ein Gewimmel: Unzählige ABC-Schützen mit ihren Eltern, Großeltern, Tanten, Onkeln und Geschwistern laufen aufgeregt durcheinander. Und wir mitten drin. Dann sitzt er da, in Reih und Glied mit seinen zukünftigen Schulkameraden vor der Bühne. „Herzlich willkommen ihr lieben Leute, in unserer Schule begrüßen wir euch heute“, bekommen die Neu-Schüler von den jetzigen Zweitklässlern als Ständchen gesungen.

Schulleiterin Angela Heußler spricht ein paar Begrüßungsworte und lässt dann die Schüler, nach Klassen geordnet, von ihren Lehrern aufrufen. Mehr als hundert Namen werden verlesen. Der Blick in die Menge zeigt, wie emotional alles ist. Während die meisten Papas bemüht sind, die Ereignisse mit der Kamera festzuhalten, versuchen die Mamas kollektiv mit Taschentüchern ihre Wimperntusche im Zaum zu halten. Die Geschwisterkinder – die meisten aus Solidarität ebenfalls mit kleinen Schultüten ausgestattet – kämpfen derweil zappelig gegen ihre Langeweile an.

Bilder: Einschulung 2016 in Dietzenbach

Dann wird Fabian aufgerufen. Plötzlich wird das eben Beobachtete zur eigenen Herausforderung. Mama kramt ein Taschentuch nach dem anderen heraus und ich lasse meinen Kameraauslöser nicht mehr los. Da läuft er nun mit seinen neuen Klassenkameraden, von denen manche hinter den riesigen Schultüten nur zu erahnen sind, im Gänsemarsch Richtung Klassenraum. Die erste Schulstunde und somit der sprichwörtliche Ernst des Lebens beginnt.

Für uns kurz Zeit zum Durchatmen und für Gespräche mit anderen Eltern. Die Dreiviertelstunde ist schnell vorbei. Die Eltern holen die Kinder an der Klassentür ab. Irgendwie stellt jeder seinem Kind jetzt dieselbe Frage: „Und, wie war´s?“ Ich bekam die Antwort: „Ist ganz gut gelaufen, Papa. Nur schade, dass wir keine Pause hatten.“

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