Rhythmus wiederfinden

Erster Tag an der Ernst-Reuter-Schule

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Ernst-Reuter-Schüler strömen nach dem ersten Tag aus dem Schulgebäude.

Dietzenbach - Für Erstklässler beginnt heute der Schulalltag. Alle anderen haben gestern schon die Ferien hinter sich gelassen und auf der Schulbank Platz genommen. Ernst-Reuter-Schüler und Lehrer berichten, wie sie den ersten Tag erlebt haben. Von Ronny Paul 

12.30 Uhr, gestern Mittag: Türen öffnen sich, Schüler strömen aus dem Schulgebäude. Jeder hat etwas zu erzählen, schließlich haben sich die Kinder und Jugendlichen teils sechs Wochen lang nicht gesehen. Einige setzen sich auf die Tischtennisplatten und unterhalten sich. Andere biegen auf direktem Weg Richtung Hofausgang ab. Einige freuen sich, dass die Schule wieder begonnen hat, andere müssen erst wieder ihren Schlafrhythmus finden. Wie Zehntklässler Jahazeb Abdul, der in den Ferien gerne länger aufgeblieben ist. Seine Klassenkameradin Josephine Erb hingegen freut sich, wieder früh aufzustehen. Für beide hat das letzte Jahr an der Ernst-Reuter-Schule (ERS) begonnen, nach der zehnten Klasse wechseln sie auf eine Schule mit gymnasialer Oberstufe. „Ich finde es gut, nach der zehnten Klasse zu wechseln und eine neue Schule und neue Leute kennenzulernen“, sagt Josephine Erb. Jahazeb Abdul sieht das anders: Er würde gerne noch weiter an der ERS bleiben und dort auch Abitur machen. Das ist an der Kooperativen Gesamtschule ohne gymnasiale Oberstufe nicht möglich.

Aber nicht nur die Schüler, auch die Lehrer hat der Alltag wieder eingeholt: „Heute war Organisationstag“, sagt Johannes Schmidt, Klassenlehrer der 7aG und Sportfachlehrer an der ERS. „Dinge, die wichtig sind, verteilen wir als Aufgaben.“ Etwa den Ordnungsdienst, den Blumen- und Schrankdienst. Auch ihren Klassensprecher haben die Siebtklässler bereits gewählt. Schmidt geht in sein viertes Jahr an der ERS. Doch dieses wird für ihn anders: Schmidt hat in den Sommerferien geheiratet, seine ERS-Kollegin Vanessa Krenner, jetzt Schmidt. „Das habe ich meiner Klasse heute mitgeteilt, die Schüler haben sich sehr gefreut.“ Heute gibt’s eine kleine Party im Klassenraum mit Kakao und Kuchen, kündigt Schmidt an.

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Zur Einschulung der Fünftklässler gab’s gestern für jeden einen personalisierten Planer und eine Postmappe geschenkt. Darin enthalten sind unter anderem Infos über die ERS, ein Hausaufgabenheft und der Schulcodex, den Schüler, Eltern und Lehrer unterzeichnen: „Uns war es wichtig, dass wir alle an einem Strang ziehen und dass wir vom gleichen Thema sprechen“, begründet ERS-Schulleiter Georg Köhler.

Jahazeb Abdul (15 Jahre, Klasse 10bG): „Der erste Schultag war anstrengend. Ich musste früh aufstehen und war ziemlich müde, weil ich in den Ferien immer lange wach geblieben bin. Nun muss ich meinen Schlafrhythmus wieder umstellen. Für mich beginnt das letzte Jahr an der ERS. Ich wäre gerne noch länger hier.“

Josephine Erb (15 Jahre, Klasse 10bG): „Der erste Schultag war gut, weil wir jetzt die Ältesten an der Schule sind. Da fühlt man sich erwachsen und gleich besser. Den Schulrhythmus habe ich in den Ferien vermisst. Nun freue ich mich, früh aufzustehen und den ganzen Tag vor mir zu haben.“

Milena Pfaffe (15 Jahre, 10bG): „Die Ferien waren mega schön, ich hätte gerne noch eine Woche länger Urlaub gehabt. Nun freue ich mich aber auf die Schule. Mein erster Schultag war total entspannt. Ich habe mich gefreut, Mitschüler und Lehrer wiederzusehen. Jetzt sind wir die Ältesten, das ist spannend.“

Maria Bauer (14 Jahre, 10cG): „Ich habe mir den ersten Schultag schlimmer vorgestellt, das ist immer eine Umstellung, so früh aufzustehen. Es ist aber auch sehr schön, nach den langen sechs Wochen alle Freunde wiederzusehen. Ich freue mich nun total auf die Dinge, die wir als Abschlussklässler machen.“

Johannes Schmidt (33 Jahre, Klassenlehrer 7aG): „Der erste Schultag war schön. Wir haben in der Klasse erzählt, was wir in den Ferien alles gemacht haben. Dann durften die Schüler sagen, was sie sich fürs neue Schuljahr wünschen und was besser gemacht werden könnte. Alles in allem war es ein Organisationstag.“

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