Prächtige Fata Morgana

Schwarze 11 feiert in ausverkaufter Hugenottenhalle

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Orientalisch angehaucht war der Tanz der Formation Funtasia, während die Showgruppe (unten) die Besucher auf eine Traumreise zu „1001 Nacht“ mitnahm. Hausmeister Gründlich versucht vergeblich, das Treiben zu unterbinden.

Neu-Isenburg - „Willst du tolle Kostüme seh´n, dann musst du zur Schwarzen 11 geh´n“ - dies zeigte sich wieder einmal bei der großen Sitzung der närrischen Abteilung der Pfarrgemeinde Heilig Kreuz in der ausverkauften Hugenottenhalle. Unter dem Motto „1001 Nacht“ wurde dem Publikum allerhand geboten.

Des einen Freud ist des anderen Leid – diesmal trifft es den Hugenottenhallen-Hausmeister „Gründlich“ - alias Torsten von Juterzenka. Er war immer auf eine ordentlich aufgeräumte und saubere Bühne bedacht. Doch dann kommen merkwürdige Gestalten aus der Gegend, wo es nur Sand gibt, bauen gar ein Zelt auf und machen sich dort nach dem Einmarsch als „Elferrat“ breit. „Ja träum" ich oder ist es nur eine Fata Morgana“, fragt sich Hausmeister Gründlich immer wieder. Am Ende hilft dann doch nur das Rubbeln an Aladins Lampe – und der ganze Spuk ist wieder weg. Aber das hat ganz schön lange gedauert.

Überall glitzert es, bunte Stoffe verzieren das liebevoll gestaltete Bühnenbild, entworfen vom Kreativteam Joe Mannberger, Manfred und Sabine Link und umgesetzt mit Hilfe von vielen Mitgliedern. Nachdem die Band „take 2“ die Hugenottenhalle in Schwung gebracht hat, ziehen zur orientalischer Musik die Aktiven mit dem Prinzenpaar Heike II. und Dieter II., dem Rest des Elferrates sowie dem Watz Uwe Fräger und Oberlump Markus Letz ein. Es gehört mittlerweile schon zur guten Tradition, dass die „Schlabbedengla“ aus Bruchsal mit ihrer Guggemusik das Narrentreiben eröffnen und für eine besondere Ouvertüre sorgen.

Linus (14 Jahre), Luke (13), David (15) und Julius (10) lamentieren über die Ungerechtigkeiten, die das Teenagerleben halt mal so mit sich bringt - zumindest aus Sicht der Teenager selbst. Dafür zeigen die 37 Kinder der Schnullergarde und Mini-Kids, alle zwischen zwei und zwölf Jahre alt, wie fröhlich doch die Jugendzeit sein kann, wenn man durch das Disney-Wunderland tanzen darf. Der von Katrin Litzenberger und Saskia Wolf trainierte Haufen erfreut einmal mehr das närrische Publikum.

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Der Protokoller Horst Schimkat nimmt die Ereignisse in Isseborsch und der Welt kritisch ins Visier. Er hofft, dass mehr zur Kommunalwahl gehen als zur Bürgermeisterwahl. Die Polkaformation begeistert zu orientalischen Tönen und erhält für den von Stefanie Hehn einstudierten Tanz viel Beifall. Danach hat die „schrecklich nette Familie“ mit Oliver von der Herberg, Thorsten Appel, Stefan Ritzel und David Litzenberger die Lacher auf ihrer Seite.

Die Maxis interpretieren das Sitzungsmotto jugendlich spritzig. Den Tanz einstudiert haben Sabrina Gulow und Sandra Senft. Die Cappuccinos mit Wolfgang Paul, Norbert Engl, Thorsten Appel und Stefan Ritzel bieten wieder einmal einen besonderen musikalischen Höhepunkt.

Zu einer „Traumreise in 1001 Nacht“ lädt die Showgruppe in Form einer Playbackshow ein, die selbst der neue HuHa-Hausmeister Gründlich trotz ständiger Aufräum-Versuche nicht verhindern kann. Für einen echten Augenschmaus auf der Bühne sorgen die Champagner Girls.

Bilder: Sitzung der Schwarzen Elf in Neu-Isenburg

Im Anschluss ist das „Florian Duo“ (Petra Klein und Werner Konrad) mit einem witzigen Zwiegespräch an der Reihe. Da steht Helsinki für „Hell sinki, also Sonnenuntergang“ und „Moos kau“ bedeutet Vegetarier auf Russisch. Wunderbar gelungen ist wieder einmal die Show des Männerballetts mit erstaunlichen Kostümen und einer perfekt passenden Choreografie. Nachdem die Tänzer als farbenfrohe Aladine an ihren riesigen Wunderlampen gerubbelt haben, tauchen plötzlich drei zauberhafte wunderhübsche Jeannies auf, um die sofort ein heftiges Werben entbrennt.

Im Anschluss wird es „orientalisch, aber anders!“ mit dem Tanz der Showformation Funtasia. Zu einem Medley aus orientalischer Musik tanzen die 17 jungen Damen in Haremshosen. Ein besonderes Highlight des von Ina Gabriel und Stefanie Hehn einstudierten Tanzes ist ein fliegender Teppich. Zum Finale heizen die Cappuccinos noch mal ordentlich ein. Alle Mitwirkenden singen mit dem Publikum gleich mehrfach die „Iseborjer Narrenhymne“. Aber jede Fata Morgana geht einmal vorbei - den Hausmeister „Gründlich“ wird es freuen.

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