Es passt aber zu Klaudia Skodnik, die mit viel persönlichem Einsatz auf dem ehemaligen Hartmann-Hof im Eichen große Pläne hat: So soll der bestehende Reiterhof mit seinen derzeit 65 Einstellern um ein Begegnungs- und Therapiezentrum erweitert werden. Dazu gibt es Großveranstaltungen wie mittelalterliche Märkte mit Ritterturnier, Seminarräume, ein Gastronomieangebot sowie Übernachtungsmöglichkeiten mit Ferienwohnungen.
Seit dem 1. April ist der Hof in den Händen der 32-Jährigen, nachdem die Vorbesitzer, Silvia und Hans Helmuth Hartmann, ihn aus Altersgründen abgaben. „Das ist ein Kindheitstraum von mir. Mein Ziel war es schon immer, etwas Soziales auf die Beine zu stellen“, sagt Skodnik mit Blick auf die zukünftigen Therapieangebote. Eine Grundlage ist der von ihr vor zwei Jahren gegründete Förderverein „Tiergestützte Interventionen“.
Für das Hofgut mit seinen 30 Hektar inklusive Pachtflächen sind in den nächsten Monaten diverse Umbauten und Erweiterungsmaßnahmen im Gebäude- und Koppelbereich geplant. „Die Ursubstanz bleibt erhalten, denn die hat Seele“, sagt die neue Besitzerin, die als Architektin weitestgehend selbstständig arbeiten kann. So gibt es 2013 eine neue Reit- und Lagerhalle und die Zahl der Schulpferde wird von 15 auf 25 vergrößert. Solaranlagen sorgen für Nachhaltigkeit, nicht nur in der Gastronomie sollen neue Arbeitsplätze entstehen.
Pläne für das generationsübergreifende Angebot sind groß
Die Pläne für das generationsübergreifende Angebot sind groß: Sie reichen vom Therapiereiten für geistig und körperlich Behinderte über die Förderung von Kindern aus sozial schwachen Milieus, schwer Erziehbaren, bis hin zur Zusammenarbeit mit Altenheimen und Schulen. Förderschulen im Bereich der praktisch-bildbaren-Pädagogik nehmen einen besonderen Schwerpunkt ein. Mit dem Rhein-Main-Gebiet liegt dafür das ideale Einzugsgebiet vor.
Über die geplante Investitionssumme möchte die engagierte 32-Jährige nichts sagen und lieber ihr Projekt vorantreiben, damit das in den nächsten ein bis zwei Jahren Konturen bekommt. Seit Anfang des Jahres ist Skodnik Neu-Babenhäuserin und wohnt Im Eichen. „Hier kamen sofort Heimatgefühle auf“, sagt sie. Über die Menschen, mit denen sie bisher zusammen kam, kann sie ebenfalls nur Positives berichten: „Hier in Babenhausen ist das Engagement weitaus höher als in anderen Städten.“














