Pferde und Therapie: Klaudia Skodnik hat den Reiterhof Hartmann übernommen und einiges vor

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    • 21.04.12
    • Babenhausen
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Pferde und Therapie

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Harreshausen - „Sei selbst die Veränderung, die du dir für diese Welt wünschst.“ – Das Zitat von Mahatma Gandi klingt groß auf der Homepage des „Hofgut Fortuna“. Von Michael Just

© Just

Klaudia Skodnik geht ein Begegnungs- und Therapiezentrum „Im Eichen“ an.

Es passt aber zu Klaudia Skodnik, die mit viel persönlichem Einsatz auf dem ehemaligen Hartmann-Hof im Eichen große Pläne hat: So soll der bestehende Reiterhof mit seinen derzeit 65 Einstellern um ein Begegnungs- und Therapiezentrum erweitert werden. Dazu gibt es Großveranstaltungen wie mittelalterliche Märkte mit Ritterturnier, Seminarräume, ein Gastronomieangebot sowie Übernachtungsmöglichkeiten mit Ferienwohnungen.

Seit dem 1. April ist der Hof in den Händen der 32-Jährigen, nachdem die Vorbesitzer, Silvia und Hans Helmuth Hartmann, ihn aus Altersgründen abgaben. „Das ist ein Kindheitstraum von mir. Mein Ziel war es schon immer, etwas Soziales auf die Beine zu stellen“, sagt Skodnik mit Blick auf die zukünftigen Therapieangebote. Eine Grundlage ist der von ihr vor zwei Jahren gegründete Förderverein „Tiergestützte Interventionen“.

Ausbildung zur Tierheilpraktikerin und Pferdephysiotherapeutin

Klaudia Skodnik kommt ursprünglich aus Bad Homburg. Die Unternehmerin hat Abitur, Industriekauffrau gelernt und dann sogar eine Kfz-Werkstatt samt Autohandel besessen. Es folgte ein Studium der Architektur mit dem Abschluss Diplom-Ingenieurin und die Arbeit als Dozentin an der FH Frankfurt. Die Kenntnisse für ihre jetzige Arbeit holte sie sich bei der Ausbildung zur Tierheilpraktikerin und Pferdephysiotherapeutin. Eigentlich wollte sie ihr Projekt heimatnah verwirklichen, doch die gesuchte Größenordnung ließ sich im Taunus nicht finden. Dass die Hartmanns sich zur Ruhe setzen wollen, erfuhr sie von Bekannten. „Der Kontakt war sofort sehr innig“, erzählt Skodnik. Mittlerweile ist sie Mitglied im Babenhäuser Gewerbeverein, der ihr Unterstützung und Kooperation nicht nur für den mittelalterlichen Markt (20. bis 22. Juli) zugesichert hat.

Für das Hofgut mit seinen 30 Hektar inklusive Pachtflächen sind in den nächsten Monaten diverse Umbauten und Erweiterungsmaßnahmen im Gebäude- und Koppelbereich geplant. „Die Ursubstanz bleibt erhalten, denn die hat Seele“, sagt die neue Besitzerin, die als Architektin weitestgehend selbstständig arbeiten kann. So gibt es 2013 eine neue Reit- und Lagerhalle und die Zahl der Schulpferde wird von 15 auf 25 vergrößert. Solaranlagen sorgen für Nachhaltigkeit, nicht nur in der Gastronomie sollen neue Arbeitsplätze entstehen.

Pläne für das generationsübergreifende Angebot sind groß

Die Pläne für das generationsübergreifende Angebot sind groß: Sie reichen vom Therapiereiten für geistig und körperlich Behinderte über die Förderung von Kindern aus sozial schwachen Milieus, schwer Erziehbaren, bis hin zur Zusammenarbeit mit Altenheimen und Schulen. Förderschulen im Bereich der praktisch-bildbaren-Pädagogik nehmen einen besonderen Schwerpunkt ein. Mit dem Rhein-Main-Gebiet liegt dafür das ideale Einzugsgebiet vor.

Über die geplante Investitionssumme möchte die engagierte 32-Jährige nichts sagen und lieber ihr Projekt vorantreiben, damit das in den nächsten ein bis zwei Jahren Konturen bekommt. Seit Anfang des Jahres ist Skodnik Neu-Babenhäuserin und wohnt Im Eichen. „Hier kamen sofort Heimatgefühle auf“, sagt sie. Über die Menschen, mit denen sie bisher zusammen kam, kann sie ebenfalls nur Positives berichten: „Hier in Babenhausen ist das Engagement weitaus höher als in anderen Städten.“

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