Die bundesweite Umstrukturierung im Logistikbereich jedoch, wie sie bereits im Frühjahr 2010 bekannt wurde (wir berichteten), wird in dieser Hinsicht auch Auswirkungen auf Dietzenbach haben.
Besitzer wollte nicht verkaufen
Ein Vorhaben, das die Kreisstadt nur zu gerne auf eigenem Gebiet umgesetzt gesehen hätte. „Das war auch die erste Idee von Rewe“, sagt Bürgermeister Jürgen Rogg. Doch scheiterte dies letztlich daran, dass eines der dafür benötigten, zentralen Grundstücke in Privatbesitz ist und der Besitzer nicht verkaufen wollte. Wie berichtet, maß das bisherige Logistikzentrum im Gewerbegebiet Nord rund 200.000 Quadratmeter, allerdings verteilt auf mehrere Areale in der Stadt. Genau dies entspreche jedoch nicht mehr den Ansprüchen zeitgenössischer Logistik, hatte Rewe geäußert. Inwieweit nun der Ausbau des Baumarkt-Bereichs in Dietzenbach auf der anderen Seite wieder zusätzliches Personal bringen wird, dazu konnte der Pressesprecher gestern keine Auskunft geben.
Ihm sei bekannt, dass zum Jahr 2015 „einige“ Arbeitsplätze aus Dietzenbach nach Neu-Isenburg verlagert werden sollen, so Rogg. Genaue Zahlen habe er bislang aber noch nicht genannt bekommen. Er sehe diese Nachricht „mit einem lachenden und einem weinenden Auge: Es ist wichtig, dass der Arbeitgeber in der Region bleibt und die Mitarbeiter aus Dietzenbach ihren Job behalten, zumal in unmittelbarer Nachbarschaft“, sagte er.
Mit Sicherheit werde die Kreisstadt durch diese Umstrukturierung Gewerbesteuereinnahmen verlieren. „In welcher Höhe, das können wir aber zum jetzigen Zeitpunkt beim besten Willen noch nicht sagen oder berechnen.“


















