Weil diese Literatur nach dem Studium in aller Regel nicht mehr benötigt wird, wird sie oftmals zu einem unnötigen Ballast. Und so versuchen einige Studenten, ihre Studienbücher über das Schwarze Brett an ihrer Uni oder über Börsen via Internet zu veräußern. Mit ihrem Studienkollegen Paul Piper hat die jetzt 24-Jährige ihre Idee in die Tat umgesetzt, nicht mit einer Versteigerungsplattform - wie Ebay sie anbietet - im Internet aufzutreten, sondern eine online-Tauschbörse zu organisieren. Über diesen Weg wollte sie ihre Uni-Bücher gegen das eintauschen, was ihr derzeit attraktiv vorkommt.
Geplant und vorbereitet wurde dieses Projekt schon seit dem Herbst 2007. Jetzt endlich können die Nutzer, - in der Online-Sprache User genannt - auf der Internetseite von bazaaria kostenlos ihre alten Kleider, Radios oder auch sehr spezielle Gegenstände wie Feuerholz, versehen mit Foto und einer kurzen Beschreibung, zum Tauschen anbieten.
Zwischen tauschen und verkaufen frei entscheiden
„Nach meinem Abschluss in BWL schien mir das als ein guter Einstieg in das Geschäftsleben“, sagt die umtriebige Dreieicherin. Nach Wiesbaden, wo die beiden Jungunternehmer ihr Büro betreiben, fährt sie fast jeden Tag, denn die Betreuung einer solchen Internetplattform beansprucht jede Menge Zeit.
Die User können frei entscheiden, ob sie tauschen oder vielleicht doch verkaufen beziehungsweise kaufen wollen. Bis jetzt verzeichnet Brehm bei ihrer Tauschbörse rund 2000 Registrierungen; täglich kommen im Durchschnitt fünf neue hinzu.
Eine unmittelbare Konkurrenz für ihre Geschäftsidee sehen Brehm und Piper im Internet derzeit nicht. Es habe wohl, sagt Jennifer Brehm, vereinzelte Versuche gegeben, etwas in dieser Art zu verwirklichen, aber in allen Fällen sei es eben bei Versuchen geblieben. Und so ist sie denn auch recht zuversichtlich und meint, mit ihrer Tauschbörse ein attraktives Angebot ins Leben gerufen zu haben, zumal es ihr gelungen sei, über ihre eigene Plattform ihre alten Unibücher zu tauschen - in nützlichere Dinge.


















