Schuhbeck’s Check Inn am Flugplatz in Egelsbach hat neue Inhaber und ein anderes Erfolgsrezept

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    • 10.05.12
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Schuhbeck’s Check Inn: Jetzt mit neuen Inhabern

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Egelsbach - Der gute Name bleibt, abgesehen davon soll sich vieles grundlegend ändern: Schuhbeck’s Check Inn am Flugplatz hat seit voriger Woche neue Inhaber. Von Holger Borchard

© Schuhbecks Check Inn

Die von den Geschwistern Mechthild Jäger-Kraus und Wolfgang Jäger geführte SCI GmbH tritt an, um gehobene Küche und „Volksnähe“ unter einen Hut zu bringen. Letztere ist dem Restaurant in exponierter Lage bisher völlig abgegangen. Geht’s nach Wolfgang Jäger, wird der Namenspate und Sternekoch ebenfalls wieder ins Boot und hin und wieder als Werbelokomotive nach Egelsbach kommen.

„Wir treten ja auch an, um den Namen Schuhbeck wieder aufzupolieren, der hier gelitten hat“, stellt Jäger fest. Folglich baue sein Team auf „vitales Interesse“ des Meisterkochs an einer Kooperation. „Darüber sprechen wir demnächst“, sagt der studierte Jurist, der ebenso wie seine Schwester inzwischen mehr als 20 Jahre Erfahrung im Hotellerie-, Gastro-, Event- und Tagungsgeschäft gesammelt hat. Referenzobjekte des im Rodgau lebenden Duos sind beispielsweise die Burg Weisenau in Mainz mit außergewöhnlichem Gewölbekeller oder der Ysenburger Hof in Langenselbold.

Entscheidung in sechs Tagen

© Schuhbecks Check Inn

„Die Entscheidung ist in gerade mal sechs Tagen gefallen“, verrät Mechthild Jäger-Kraus. „Vorgefunden haben wir Chaos in jeder Hinsicht, das in davongelaufenem Personal, verprellten Lieferanten und vergrätzten Gästen gipfelt. Trotzdem sind wir fest überzeugt, dieses Super-Objekt wieder auf Kurs bringen zu können.“ Wolfgang Jäger spricht von einer Riesenherausforderung, die nur zu bewältigen sei, sofern es gelinge, „bisher Unterbelichtetes“ anzufahren. „Kulinarischen Glanz verbreiten wird unser Team um die kreativen Meisterköche Holger Schmidt und Martin Töpfer“, betont Jäger. „Darüber hinaus wollen wir das Geschäft mit Tagungsgästen, Familienfeiern und sogar mit Catering außer Haus ankurbeln.“ Über allem stehe jedoch eines: „Das Check Inn ist ab sofort auch ein Haus, in dem Ausflügler willkommen sind und das Feierabend-Bierchen möglich ist. Wir werden eine Karte auflegen, von der jeder sagen kann: Das kann ich mir leisten.“

Paradebeispiel verfehlter Bewirtungspolitik ist für den 51-Jährigen der Biergarten. „Er liegt seit fünf Jahren brach und seien wir ehrlich: Radler in kurzen Hosen oder Familien haben sich erst gar nicht her getraut“, sagt Wolfgang Jäger. „Genau das muss und wird sich ändern. Ein Ausflugsziel wie der Flugplatz braucht eine Einkehrmöglichkeit, in der Profitum, Liebe zum Detail und Ungewöhnliches zwar absolut gewollt sind, in der aber das Gespür fürs Normale und Machbare das Maß aller Dinge ist.“

Gutscheine sind durch Insolvenz verfallen

Nicht ausblenden wollen die neuen Inhaber die jüngsten Monate, die arg am Image des Check Inn gekratzt haben. Größte Altlast: die Gutschein-Problematik. „Es wurden munter Gutscheine verkauft, die durch die Insolvenz unserer Vorgänger verfallen sind. Das ist zwar deutsches Recht, aber so verliert man Kunden für immer“, sagt Jäger. „Auch wenn wir keine Ahnung haben, was da auf uns zurast, wollen wir diese Peinlichkeit durch eine Aktion aus der Welt schaffen: Wer bis zum 31. Mai den Besitz eines Gutscheins unserer Restaurantleitung meldet, kommt in einen Lostopf. Aus dem werden wir insgesamt 100 Personen ziehen, die wir zum Brunch einladen.“

Großzügig ist auch das Budget für die bereits gestartete Modernisierung der Einrichtung: Rund 100.000 Euro wollen die Jägers in den nächsten Wochen investieren. Und natürlich soll der Wandel des Check Inns kräftigst beworben werden – frei nach Wolfgang Jägers martialischem Motto: „Wer nicht wirbt, der stirbt.“

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