Die Kenner sind in diesem Fall die Fans von „Herr der Ringe“, jener bekannten Erfolgsbuchtrilogie, die der Oxforder Professor J.R.R. Tolkien in den 30er Jahren verfasst und die von Peter Jackson vor wenigen Jahren nicht minder erfolgreich verfilmt wurde.
Am Samstag fand der 29. „Tolkien-Tag“ zum ersten Mal im Rhein-Main-Gebiet statt. Gastgeber war der Stammtisch „Die Grauen Frankfurten“, die Mitglieder der Deutschen Tolkien-Gesellschaft mit Sitz in Köln sind. Sie hat es sich zur Aufgabe gemacht, über Leben und Werk des britischen Erfolgsautors zu informieren. „Mit weit über hundert Millionen verkauften Exemplaren zählt der ,Herr der Ringe' zu den meistverkauften literarischen Werken der Menschheitsgeschichte“, hebt Mit-Organisatorin Birgit Fischer heraus. Neben Brett-, Rollen- und Kartenspielen haben laut der Otzbergerin vor allem Computerspiele und Hörbücher in Deutschland hohe Verkaufszahlen erreicht. So erwartete die Besucher neben der persönlichen Begegnung mit „Hobbits“ und „Elben“ ein umfangreiches Rahmenprogramm mit Vorträgen, Lesungen, Verkaufsständen oder Workshops.
Derzeit hat die Deutsche Tolkien-Gesellschaft rund 500 Mitglieder. Die Zahl stieg nach der Verfilmung an, flachte dann aber wieder ab. „Der Film hat zu einer großen Euphorie geführt“, sagt Fischer. „Bald hat sich dann aber doch wieder die Spreu vom Weizen getrennt und man hat gesehen, wer die Bücher gelesen hat und wer nicht.“
Mit welcher Begeisterung „Herr der Ringe“-Fans auftreten, wurde nicht nur an den Kostümen deutlich. Selbst gemalte Bilder mit Motiven aus „Mittelerde“ waren ebenso zu finden wie Dioramen - nachgebaute Miniaturlandschaften - in die dann die im Handel erhältlichen Figuren platziert werden. Wie auch zum Thema „Star Wars“ gibt es im Internet zur „Herr der Ringe“-Saga mittlerweile nichts, was es nicht gibt - natürlich auch mit den entsprechenden Sammlerpreisen. So hatte sich ein Besucher für das Treffen die Maske von „Sauron“, dem dunklen Herrscher in der Trilogie, aus Amerika bestellt. „Die meisten Fans sind sehr fantasievolle Menschen und wollen die bunten Kreationen der Bücher auch in unserem oft grauen Alltag ein bisschen leben“, weiß Fischer. Allen Mitgliedern der Tolkien-Gesellschaft sei dabei bewusst, dass es sich bei dem Werk in erster Linie um ein grandioses Stück Weltliteratur handelt. Trotzdem sollte man nicht alles zu ernst nehmen, wie Fischer schmunzelnd heraushebt: „Sind wir nicht alle ein bisschen Hobbit?“




















































