In einer Ecke balancieren Kinder übers Drahtseil, in einer anderen werden auf einem Mattenboden emsig Purzelbäume geschlagen, Zirkusreporter schlängeln sich durchs Zelt, machen sich Notizen zu den Stationen und schießen ein Foto nach dem anderen.
Im Herzen des großen Zirkuszeltes übt Rocky Krämer mit einigen besonders wagemutigen Kindern am „Römischen Ring“. Draußen vor dem Zelt tummeln sich noch weitere 30 Kinder, trainieren mit dem Lasso, probieren sich als Hunde- oder Eseldompteure oder schauen sich einfach nur die übrigen Tiere des Zirkus Baldini an.
Sie alle sind gestern zum ersten Tag der Zirkusferien nach Eppertshausen gekommen, eine Aktion für Kinder zwischen fünf und 15 Jahren von der Kinder- und Jugendförderung Eppertshausen und Münster, der Volksbank Eppertshausen und dem Zirkus Baldini.
Am ersten Trainingstag darf zunächst bei allen Stationen reingeschnuppert werden, heute entscheiden sich die Kinder dann für eine Darbietungsform und intensivieren die Übungen.
200 Kinder trainieren in zwei Gruppen
Neben den Lassoschwingern bürsten Zweitklässlerin Alena und Drittklässlerin Elisa die Zirkushunde. Schließlich ist auch die Tierpflege ein wichtiger Bestandteil der Zirkusarbeit. „Wir gucken, ob die Hunde Zecken haben“, erklärt die Eppertshäuserin Elisa. In den nächsten Tagen werden die beiden Mädels zu Hunde-Dompteurinnen geschult.
Der Ferienzirkus hat bereits zum dritten Mal seine Zelte neben dem Sportzentrum Eppertshausen aufgeschlagen, der Andrang in diesem Jahr ist enorm. „Wir haben insgesamt 200 Kinder, die in zwei Gruppen trainieren, eine vormittags, die andere am Nachmittag“, erläutert Jugendpfleger Dennis Rühl. Sogar eine Warteliste gibt es. Mitorganisatorin Christiane Breunig von der Volksbank Eppertshausen verrät schon einige Höhepunkte der abschließenden Zirkusshow: „Wir haben einen Walzer tanzenden Esel, Luftakrobaten und Feuerspucker.“ Eingebettet wird die Vorstellung in eine Star-Trek Rahmenhandlung, bei der einzelne Kinder in die Rolle von Captain Kirk, Mr. Spock oder Lieutenant Uhura schlüpfen.
Die Rechnung geht auf: Als er die 100 Zirkuskinder zum Abschluss in der Manege zusammentrommelt, können es die meisten gar nicht mehr abwarten am nächsten Tag wiederzukommen. Doch fürs Erste müssen sich die Kinder mit drei Stunden Zirkus begnügen, die Nachmittagsgruppe steht schon in den Startlöchern.



© KrohErstklässler Thomas schwingt schon jetzt gekonnt sein Lasso. Bei der Show am Samstag soll es noch besser aussehen.










