Streit in Hainburg zu Rodung einer Waldfläche 

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    • 23.02.13
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Kettensägenmassaker?

Streit: Grünen-Politiker lässt Wald roden

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Hainburg - Seit 1973 sind Edith und Willi Ricker stolze Besitzer eines 2240 Quadratmeter großen Grundstücks im Naturschutzgebiet zwischen Klein-Krotzenburg und Froschhausen. Wiesengelände, verpachtet an einen Landwirt, der dort Heu macht. Von Thomas Hanel

Vom kleinen Wäldchen sind ein Haufen Reisig und stummelhohe massive Baumscheiben verblieben: Grundstücksbesitzer Willi Ricker ist entsetzt, spricht von Diebstahl, unbefugtem Betreten seines Privatgeländes und illegalen Baumfällungen.

© bo

Vom kleinen Wäldchen sind ein Haufen Reisig und stummelhohe massive Baumscheiben verblieben: Grundstücksbesitzer Willi Ricker ist entsetzt, spricht von Diebstahl, unbefugtem Betreten seines Privatgeländes und illegalen Baumfällungen.

Auch ein kleines Stück Wald gehört dazu: Rund 60 Erlen und Weiden, teilweise 70 bis 80 Jahre alt und bis zu 18 Meter hoch, stehen dort. Standen dort. Alle Bäume in dem Stück Naturschutzgebiet wurden gefällt. Von einem, der sich damit eigentlich auskennt. Thorwald Ritter, Grünen-Urgestein, BUND-Kreisvorsitzender und Umwelt-Aktivist sagt: „Ich nehme die Verantwortung auf mich.“

Die ganze Geschichte: Das Grundstück im Wald zwischen Klein-Krotzenburg und Froschhausen wurde Familie Ricker im Zuge der Flurbereinigung zugeteilt. „Dass wir dort niemals etwas bauen können, das war uns klar.“ Im Jahr 2009 erhielten sie einen Anruf vom Grünen-Politiker Thorwald Ritter, der anfragte, ob er die dort stehenden Bäume fällen könne, um die Einflugschneise für Vögel zu verbessern. Die Eigentümer Ricker lehnten dies ab. „Das ist doch ein Naturschutzgebiet! Ist alles Natur, soll so auch bleiben“, so Edith Ricker. Dennoch verschwanden immer wieder Bäume von dort - bis zum Januar dieses Jahres. Jetzt sind alle Bäume weg. Vom kleinen Wäldchen sind ein Haufen Reisig und stummelhohe massive Baumscheiben verblieben.

Strafanzeige der Eigentümer

Die Holzstämme sind auch verschwunden. Reifenspuren von schweren Maschinen zeugen vom Abtransport. „Das ist Diebstahl, unbefugtes Betreten von Privatgelände und illegales Baumfällen“, sind Rickers empört. Sie haben am Donnerstag Strafanzeige bei der Polizei in Seligenstadt erstattet. Thorwald Ritter, Mitglied des Gemeindevorstands in Hainburg, auf Anfrage unserer Zeitung: „Ich habe dies organisiert und trage die Verantwortung.“ Eine schriftliche Genehmigung zur Abholzung habe er nicht. Seine Gründe für die Fäll-Aktion sieht er im Naturschutz. „ Es handelt sich bei dem Wäldchen um einen sogenannten Querriegel.“ Seine Helfer und er wollten mit der Aktion das Naturschutzgebiet qualitativ verbessern und die Feuchtwiesen-Landschaft erhalten und stärken. Dies sei alles in Abstimmung mit den Naturschutzbehörden geschehen. Allerdings definitiv ohne Genehmigung der Grundstücksbesitzer.

„Ich bin davon ausgegangen, eine mündliche Zustimmung der Familie Ricker zu haben.“ Die bestreitet dies allerdings. „Wir haben weder mündlich noch schriftlich eine Erlaubnis ausgestellt.“ Ritter ist indes bereit, den Wert des Holzes finanziell zu ersetzen. Wo ist das Holz? Schließlich sind es insgesamt 60 Stämme, teilweise bis zu 80 Zentimeter stark. „Das haben wir unter den Helfern dieser Naturschutzmaßnahme verteilt“, sagt der Grünen-Politiker. Da sich neben dem Privatgelände auch ein gemeindlicher Randstreifen mit Baubewuchs befindet, der ebenfalls abgeholzt wurde, beschäftigt sich inzwischen auch die Kommune mit dem Thema: „Das können wir so nicht durchgehen lassen“, sagte Hainburgs Bürgermeister Bernhard Bessel.

Das wurde aus den Gründungsmitgliedern der Grünen

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Kommentare

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mainer05.03.2013, 12:24
(2)(0)

§_242 StGB
Diebstahl

(1) Wer eine fremde bewegliche Sache einem anderen in der Absicht wegnimmt, die Sache sich oder einem Dritten rechtswidrig zuzueignen, wird mit Freiheitsstrafe bis zu fünf Jahren oder mit Geldstrafe bestraft.

(2) Der Versuch ist strafbar.

Muendiger_Buerger04.03.2013, 10:04Antwort
(0)(0)

Zitat von Katharina: " Und in Kleingartenanlagen wo früher Gemüse angebaut wurde, dürfen heute Gewerbetreibende ihren Bauschutt täglich abladen. "

Heute findet man auf den Grundstücken am Main; auf denen sich einst Gärten befanden und die der Erholung der Menschen dientent, die von ihren Eigentümern aufgrund der ökologischen und sozial veträglichen Vorstellungen und des Engagements der so sozialen Grünen geräumt werden mussten, illegal von Fremden abgelagerten Müll. Tja; da ist Hr. Ritter ´s Rollkommando nicht da; räumt nicht auf und sorgt nicht dafür , daß der illegal abgelagerte Müll dort weg kommt! Aber das hat ja gefälligst der Eigentümer zu machen und Hr. Ritter hat ja nur die "Aufgabe" den betroffenen Bürger; eben durch Hinweis an die entsprechenden Behörden, darauf aufmerksam zu machen, daß dieser den Müll gefälligst zu entfernen hat.... Früher waren dort Vögel; deren Nester; Bienen und Insekten an denen sich die Bürger in ihrer Freizeit während der Gartenarbeit und beim Spaziergang am Wochenende erfreuten ...Die Gärten waren einst auch ein "Naherholungsgebiet" Was ist dort heute wo einst die Gärten waren? Eine "grüne Wüste" gemäß der Normen und genormten Vorstellungen solcher "Naturschutzfreunde" wie Hr. Ritter und seiner sozialistischen Freunde; den Grünen ....

Kleinlok02.03.2013, 12:48Antwort
(0)(0)

Ritter verletzt schamlos fremder Leute Eigentum und handelt eigenmaechtig und damit ignorrant ohne rechtliche und moralische Legitimation. Wenn sein Handeln, sprich das Faellen von Baeumen aus natutschutzrechtlichen Gründen sinnvoll waere (was es m.E. 100% nicht ist!), dann soll er den demokratischen Weg beschreiten, Überzeugungsarbeit leisten (auch wenn das anstrengend kommr) und sich und sein Handeln legitimieren.

Ihr Vergleich mit den vielen anonymen Müllsündern, vor denen Ritter angeblich gut wegkaeme, hinkt wie ein angeschossenes Kamel.

Ritter, auch wenn ich ihn nicht kenne, laesst durch sein aktuelles Handeln schwere patholosische Züge erkennen, grün angestrichene Klein-Outins brauchen wir weder in Hainburh noch sonst wo.
Vielleicht können 20 Jahre oder mehr Baumschutz einen das Lager wechseln lassen - bestimmte Naturen identifizieren sich plötzlich mit dem, was sie bisher bekaempft haben.

Mein Vorschlag:

Ritter und seine ebenfalls durchgeknallten Helfershelfer zahlt/zahlen 20 tausend Euro Schadenersatz an das geschaedigte Ehepaar Rickert (Materialwert für das Nutzholz + versuchter Entschaedigung für den ideellen Verlust) und dann sehen wir mal weiter.

Geldzahlen hilt scheinbar intelligenzbefreiten Zeitgenossen bisweilen auf die Sprünge.

Viele Grüße, Thomas Schüller

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