Grimm-Abteilung in Hanauer Museum wurde neu konzipiert

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    • 08.05.13
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Grimm-Abteilung wurde neu konzipiert

Malerbruder nun fast auf Augenhöhe

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Hanau - Rechtzeitig vor dem Internationalen Museumstag am kommenden Sonntag ist die neu konzipierte Brüder-Grimm-Abteilung des Historischen Museums Hanau im Schloss Philippsruhe fertiggestellt worden. Von Dirk Iding

An einem Terminal können in der neu gestalteten Brüder-Grimm-Abteilung des Historischen Museums Hanau im Schloss Philippsruherund 600 Grafiken, Zeichnungen und Skizzen des „Malerbruders“ Ludwig-Emil Grimm eingesehen werden.

© Iding

An einem Terminal können in der neu gestalteten Brüder-Grimm-Abteilung des Historischen Museums Hanau im Schloss Philippsruherund 600 Grafiken, Zeichnungen und Skizzen des „Malerbruders“ Ludwig-Emil Grimm eingesehen werden.

Gestern stellten Kulturdezernent Claus Kaminsky (SPD) und Museumsdirektorin Dr. Katharina Bechler die beiden umgestalteten Räume vor.

Nicht nur gestalterisch, sondern auch inhaltlich verändert präsentiert sich die neue Brüder-Grimm-Abteilung in Schloss Philippsruhe. Eine wesentliche Neuerung: Dem „Malerbruder“ Ludwig-Emil Grimm wird nun deutlich mehr Raum gegeben. Der jüngere Grimm-Bruder werde „fast auf Augenhöhe mit seinen berühmteren Brüdern Jacob und Wilhelm Grimm“ den Besuchern nahegebracht, wie es Dr. Bechler formulierte. Darüber freute sich gestern besonders Elvira von Bose, eine Nachfahrin der Friederike von Eschwege, einer Tochter von Ludwig-Emil -Grimm: „Ich finde es sehr schön, dass Ludwig-Emil Grimm hier die Beachtung erfährt, die er verdient“, sagte von Bose gestern anlässlich der Präsentation der neuen Räumlichkeiten.

Sammlung und Veröffentlichung von Kinder- und Hausmärchen

Denn, dass Jacob und Wilhelm Grimm Universalgelehrte waren und insbesondere durch ihre Sammlung und Veröffentlichung von Kinder- und Hausmärchen zu Weltruhm kamen, ist wohl den meisten Museumsbesuchern bekannt. Weniger bekannt dürfte jedoch das umfangreiche zeichnerische und grafische Werk von Ludwig-Emil Grimm sein, der nicht nur die ersten Illustrationen zur Grimmschen Märchensammlung schuf, sondern auch als „erster Comiczeichner“ überhaupt gilt. Beispiele seiner kleinen Bildergeschichten sind in der neu gestalteten Brüder-Grimm-Abteilung als Nachdruck zu entdecken.

Einen Überblick über einen bedeutenden Teil des Werks von Ludwig-Emil Grimm bietet außerdem ein Terminal, für das rund 600 Skizzen, Zeichnungen und Portraits Ludwig-Emil Grimms aus dem Besitz der Stadt Hanau beziehungsweise des Hanauer Geschichtsvereins digitalisiert wurden, die nun per Knopfdruck abrufbar sind. Die Kosten dafür hat die Brüder-Grimm-Stiftung der Sparkasse Hanau übernommen.

Projekt „Brüder-Grimm-Kulturzentrum“

Ursprünglich war diese Stiftung vor sechs Jahren mit Blick auf das Projekt „Brüder-Grimm-Kulturzentrum“ ins Leben gerufen worden. Nachdem sich die Stadt Hanau aus finanziellen Gründen aus diesem Großprojekt zurückziehen musste, unterstützt die Stiftung nun unter anderem die Märchenfestspiele und andere Projekte rund um die Brüder Grimm.

Für Hanaus Kulturdezernent Claus Kaminsky ist die gestern vorgestellte neue Grimm-Abteilung allerdings nur ein „Zwischenschritt“ zu einer der Bedeutung der Brüder Grimm noch angemesseneren Präsentation, die im Zuge der Neugestaltung des Nordflügels des Historischen Museums Hanau realisiert werden soll. Rathauschef Kaminsky geht davon aus, dass dieses Projekt „mit Hilfe Dritter“ noch in diesem Jahrzehnt angegangen werden kann.

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