Karl Fritsch sucht das Merkwürdige und Seltsame und das durchaus mit Erfolg. Der langen Liste der Preise und Auszeichnungen für den aus Sonthofen im Allgäu stammenden Schmuckgestalter fügt Hanau jetzt den Titel „Stadtgoldschmied“ hinzu. Gestern hat Oberbürgermeister Claus Kaminsky (SPD) dem sei eineinhalb Jahren in Neuseeland lebenden Künstler die entsprechende Urkunde überreicht.
Zum Schmuck kam Fritsch durch Zufall, wie er gestern erzählte. Eigentlich wollte er Holzschnitzer werden, fand aber im Allgäu keinen Ausbildungsplatz. Er besuchte dann die Goldschmiedeschule Pforzheim, studierte nach einer Tätigkeit bei einer Firma an der Akademie der Bildenden Künste in München. Die Arbeiten des äußerst produktiven Künstlers sind in zahlreichen Museen zwischen München und Tokio zu sehen.
Seit seinem Studienabschluss 1994 hat er mehr als 30 Einzelausstellungen mit seinen Ringen bestückt. Wesentlicher Teil seiner Arbeit ist das Umformen und Überarbeiten alter Stücke. Sie werden so zu eigenen Kreationen, die er sich im Arbeitsprozess aneignet. Gespannt sein dürfen die Hanauer auf die Art, wie Fritsch seine Ringe präsentiert. Bei seiner ersten Ausstellung steckte der Schmuck auf einem Aalskelett.



© DielUngewöhnlich und trotzdem tragbar: ein Ring von Karl Fritsch.















